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G2 beurlaubt CEO nach Party mit Andrew Tate

Achtwöchige Auszeit beschlossen

G2 beurlaubt CEO nach Party mit Andrew Tate

Carlos Rodriguez (li.) und Jens Hilgers gründeten G2 2015 gemeinsam.

Carlos Rodriguez (li.) und Jens Hilgers gründeten G2 2015 gemeinsam. Carlos Rodriguez

Damit reagierte G2 auf den Sturm der Entrüstung, der über Rodriguez niedergegangen war, nachdem er einen Clip getwittert hatte, in dem er mit Tate bei Feierlichkeiten in einem Club zu sehen ist. Tate hatte sich in den letzten Monaten einen Namen als Influencer gemacht, indem er misogyne und sexistische Botschaften im Internet verbreitet hatte und dafür beispielsweise von der Social-Media-Plattform TikTok gesperrt worden war. 

Verbindung zu Tate für G2 nicht tragbar

Für G2 Werte, mit denen die eSport-Organisation nicht im entferntesten in Verbindung gebracht werden will. "Das Verhalten unseres CEOs spricht eine Sprache, die in deutlichem Kontrast zu den Werten  und der Kultur steht, nach der G2 lebt und strebt", hieß es in einem Statement, das die Organisation am Sonntag über ihre  Social-Media-Kanäle teilte. 

Viel mehr stehe G2 für "eine sichere und inklusive Umgebung, um eSport zu genießen", weshalb man sich nun für die Trennung auf Zeit entschied: "Nach internen Diskussionen sind Carlos und unser Aufsichtsrat gemeinsam zu der Entscheidung gekommen, dass er (Rodriguez, Anm. d. Red.) acht Wochen Urlaub nehmen und in dieser Zeit auf seine Einnahmen verzichten wird."

Rodriguez zwischen Reue und Schadenskontrolle

Auch der in die Kritik geratene Rodriguez äußerte sich am Sonntag zu der Debatte: "Viele G2-Fans wurden dieses Wochenende enttäuscht, wodurch Verwirrung darüber entstand, wofür ich stehe. Es war immer mein Ziel, für absolute Chancengleichheit zu stehen, egal wer du bist oder wo du her kommst - das ist es, worum es beim Gaming geht." Er habe lediglich die Stimmung um Tate nicht korrekt wahrgenommen und sei gewillt, die entsprechenden Konsequenzen zu tragen.

Diese stehen nun bekanntermaßen fest. Ob Bei Rodriguez jedoch ein Umdenken bezüglich der Position und Werte seines umstrittenen Bekannten stattfindet, kann angezweifelt werden. "Niemand wird jemals in der Lage sein, meine Freundschaften zu überwachen. Hier ziehe ich meine Linie. Ich feiere mit wem auch immer ich will", hatte der 32-Jährige als erste Reaktion auf die Kritik an sich getwittert und in der Folge Zustimmung mit einigen Likes honoriert. 

Matti Jansen