Bundesliga

"G15-Treffen": Kritik aus Bremen und Mainz - Bobic "froh" über Rummenigges Vorstoß

Nur ein Zweitligist eingeladen

"G15-Treffen": Kritik aus Bremen und Mainz - Bobic "froh" über Rummenigges Vorstoß

Fredi Bobic ist seit Juni 2016 als Sportvorstand bei Eintracht Frankfurt tätig.

Fredi Bobic ist seit Juni 2016 als Sportvorstand bei Eintracht Frankfurt tätig. imago images

Dass mit Augsburg, Bielefeld, Mainz und Stuttgart gleich vier Bundesligisten nicht zum Treffen im Frankfurter Flughafen eingeladen sind, sieht unter anderem Werder Bremens Geschäftsführer Frank Baumann kritisch. "In Anbetracht der aktuellen Herausforderungen und im Sinne der Solidarität hätten wir uns gewünscht, dass alle Bundesligisten eingeladen werden", sagte er dem kicker. Ähnlich äußerten sich auch die nicht eingeladenen Mainzer in der Frankfurter Rundschau. Es sei "legitim, dass man sich austauscht", aber ein "merkwürdiges Verhalten, wenn Teile der Liga ausgeschlossen" würden, zitiert die Zeitung Finanzvorstand Jan Lehmann.

Anders als das Erstliga-Quartett, das sich zuletzt mit zehn Zweitligisten für eine stärkere Umverteilung der Mediengelder stark gemacht hatte, ist der Hamburger SV als einziger Zweitligist an dem Treffen beteiligt. Reaktionen aus der Hansestadt oder von anderen Zweitligisten auf Karl-Heinz Rummennigges Vorstoß gibt es bislang nicht.

Bobic sieht "Branchenprimus" in der Pflicht - und rechnet mit weiteren Treffen

Die Zusammenkunft verteidigt hat indes Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic, der gar nicht glaubt, dass das strittige Thema um die TV-Gelder eine große Rolle spielen wird. "Es gibt wichtige Themen, die einfach mal besprochen werden müssen. Dabei geht es nicht nur um Verteilung von Fernsehgeldern, das wird eher ein Randthema sein", sagte er in einem "Sky"-Interview. "Es geht um strukturelle Dinge, zum Beispiel, wie sich eine Liga nach der Zeit von Christian Seifert, einem überragenden CEO, aufstellt. Auch was beim DFB los ist."

Dialog ist wichtig, eine größtmögliche Einigkeit auch.

Fernando Carro von Bayer Leverkusen

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"Es gibt aktuell eine ganze Reihe sehr bedeutender Themen für die Verantwortlichen innerhalb der Bundesliga", sagte auch Fernando Carro, Geschäftsführer von Bayer Leverkusen, zur Deutschen Presse-Agentur. "Dialog ist wichtig, eine größtmögliche Einigkeit auch. Dazu wollen wir als Bayer 04 beitragen und haben dieses richtungsweisende Treffen mit vorangetrieben."

Bobic ist "froh, dass Karl-Heinz Rummenigge das organisiert hat. Die Bayern sind Branchenprimus und müssen da auch vorangehen", so Bobic weiter. Denkbar sei dann auch, "dass dann der ein oder andere Verein noch dazu stoßen wird".

Ohnehin sehen sich Vertreter aller Profiklubs schon am 7. Dezember. Dann nämlich steht die DFL-Vollversammlung an - auf der die Verteilung der TV-Gelder, die größte Einnahmequelle der Vereine, eine große Rolle spielen wird.

pau/dpa/sid

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