2. Bundesliga

FWK in der Abwärtsspirale - Volles Haus gegen Dresden

Würzburg ist Letzter der Rückrundentabelle

FWK in der Abwärtsspirale - Volles Haus gegen Dresden

Letzter der Rückrundentabelle: Bernd Hollerbach mit dem FWK.

Letzter der Rückrundentabelle: Bernd Hollerbach mit dem FWK. imago

Erstmals seit dem 2. Spieltag sind die Kickers (29 Punkte) im Tableau der 2. Liga wieder in der unteren Hälfte zu finden. Bei schon vier Rückrunden-Niederlagen in sechs Spielen hat die Mannschaft von Trainer Bernd Hollerbach bereits so viele Partien verloren wie in der gesamten Hinrunde. Der letzte Sieg gelang am 18. Dezember durch ein beeindruckendes 3:0 über Aufstiegsanwärter VfB Stuttgart.

Soweit die Schreckensbilanz des FWK vor dem doch besonderen Heimauftritt gegen die traditionell mit großer Fangemeinde anreisende SG Dynamo Dresden. Die Sachsen treten mit dem durch fünf Auswärtssiege getankten Selbstvertrauen in Würzburg an.

"... und im Spiel ziehen wir dann alle die Köpfe ein"

Wo hakt es derzeit bei den Kickers? Ein zentraler Punkt ist die Schwäche, das Tor bei gegnerischen Standardsituationen zu verteidigen. Beim 0:2 in Berlin fielen beide Gegentreffer nach ruhendem Ball, insgesamt kassierte der FWK zwölf seiner 24 Gegentore nach Standards. Für Sebastian Neumann rührt diese Problematik aus dem Themenfeld "Mentalitätsfrage": "Wir trainieren diese Situationen und im Spiel ziehen wir dann alle die Köpfe ein", schimpfte der Kapitän nach der Niederlage bei Union.

Zweites großes Problem: Würzburg kann das Spiel nicht machen. Union-Verteidiger Toni Leistner formulierte das ganz deutlich: "Es ist bekannt, dass Würzburg mit dem Ball nicht viel anfangen kann." In der zweiten Spielhälfte gegen die Eisernen fehlten dem Hollerbach-Team bei zahlenmäßiger Überlegenheit Ideen und Tempo, um gefährlich vor das Tor zu kommen. Auch die Einwechslungen von Felix Müller und Valdet Rama brachten nicht den erhofften Schwung über die Außen.

Wie fällt die Reaktion des FWK auf die Talfahrt gegen Dresden aus? Allzu oft dürfen die Kickers die Köpfe nicht mehr einziehen, um das noch komfortabel erscheinende Polster von acht Punkten auf Rang 16 nicht weiter einzuschmelzen.

aho