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FVN-Präsident Peter Frymuth: Die Saison wird nicht "durchgepeitscht"

Oberliga Niederrhein als besondere Herausforderung

FVN-Präsident Peter Frymuth: Die Saison wird nicht "durchgepeitscht"

Gibt ein Update zu den Plänen des Fußballverbands Niederrhein (FVN): Präsident Peter Frymuth

Gibt ein Update zu den Plänen des Fußballverbands Niederrhein (FVN): Präsident Peter Frymuth IMAGO / Hartenfelser

Es ist eine Nachricht, die ein erster Schritt in eine bessere Zukunft sein könnte: In Nordrhein-Westfalen darf im Freien wieder Sport betrieben werden! Allerdings - und das ist für Fußballer die schlechte Nachricht - allein, zu zweit oder ausschließlich mit Personen des eigenen Hausstands. Dabei muss zwischen einzelnen Personengruppen ein Mindestabstand von fünf Metern eingehalten werden.

Der Fußball bleibt also im Wartestand. Da dieser Zustand naturgemäß eine große Unsicherheit mit sich bringt und Wasserstandsmeldungen nicht jedermanns Sache sind, hat sich der Fußballverband Mittelrhein bisher zurückgehalten, was Aussagen zur weiteren Spielzeit anbelangt.

Jetzt hat Präsident Peter Frymuth der verbandseigenen Internetseite ein Interview gegeben, dass zumindest ein paar Rückschlüsse zulässt, wie es am Niederrhein weitergehen könnte. So sagt Frymuth: "Es zeichnet sich ab, dass zunächst die Hinrunde fortgesetzt werden soll und der Zeitraum bis zum 30. Juni eingeplant ist."

15 ausstehende Spiele für Hilden und Düsseldorf-West

Für die Spielplangestalter der Oberliga Niederrhein gleicht dieser Zeitplan einer Herkulesaufgabe. Diese 5. Liga ist mit 23 Mannschaften exorbitant groß, die Politik müsste schon sehr bald weitreichende Lockerungen zulassen, damit die Hinrunde in kompletter Form durchführbar wäre. So müssten der VfB Hilden und der SC Düsseldorf-West noch 15-mal spielen, Schwarz-Weiß Essen, die Sportfreunde Baumberg oder Union Nettetal immerhin elfmal. Alle anderen Teams liegen zwischen diesen beiden Polen.

Ohne ins Detail zu gehen, betont Frymuth aber, dass der Verband um die Problematik weiß: "Die Sorge, die gelegentlich geäußert wird, dass die Saison - gegebenenfalls ohne Absprache mit den Vereinen - 'durchgepeitscht' werden soll, ist sicherlich unbegründet. So hat sich der Spielleiter der Oberliga bereits vor Wochen mit den Vereinen ausgetauscht, da hier auf Grund der 23 Mannschaften terminlich noch einmal eine ganz besondere Situation besteht."

Details, wie es konkret weitergeht, werden vom FVN wohl erst dann kommen, wenn die Politik Fakten schafft. Untätig ist der Verband in der Zwischenzeit aber ganz und gar nicht, wie der Präsident betont: "Trotzdem werden Überlegungen sowohl für den Spielbetrieb auf Kreisebene wie auch für die Spielklassen auf Verbandsebene angestellt, um auf Entwicklungen vorbereitet zu sein, um dann auch mit den Vereinen gezielt in den Austausch gehen zu können."

stw