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Fußgänger mit Handy: Smombie-Alarm

Gefährdete Smartphone-Nutzer

Fußgänger mit Handy: Smombie-Alarm

Warnschild: Dieses Verkehrszeichen ist nicht Realität - Fußgänger mit Fokus aufs Smartphone hingegen schon.

Warnschild: Dieses Verkehrszeichen ist nicht Realität - Fußgänger mit Fokus aufs Smartphone hingegen schon. Wolfgang Van De Rydt/pixabay

Schon mal was von einem Smombie gehört? Dieses Wort hat die um Anglizismen nie verlegene deutsche Sprache für eine besonders gefährdete Gattung Mensch ersonnen. Gemeint sind Fußgänger, die zombiegleich durchs Verkehrsgeschehen streben, dabei den Blick hochkonzentriert aufs Smartphone richten und nahezu unberührt von dem bleiben, was sich um sie herum abspielt.

Always on, always abgelenkt

Um zu erahnen, dass das gefährlich werden kann, braucht es nicht viel Vorstellungskraft. Von Kollisionen mit anderen Passanten einmal abgesehen, ergeben sich vor allem dann Risiken, wenn der geistesabwesende Smombie die Fahrbahn überquert. Egal ob man telefoniere, durch Social Media scrolle, texte oder Musik höre - "die Aufmerksamkeit des Fußgängers liegt nicht auf dem Verkehrsgeschehen", moniert der Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS).

Studien wie die Allianz-Erhebung "Sicher zu Fuß: Mobilität und Sicherheit von Fußgängern" aus dem Jahr 2019 stellen tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Ablenkung und Unfallrisiko her. Demnach steigt Letzteres beim Musikhören um das Vierfache, beim Texten um das Doppelte. Quantifizierte Daten gibt es allerdings nicht, sodass die Ablenkung durch das Handy als Ursache für Unfälle mit Fußgängern nicht exakt zu beziffern ist.

Jugend surft

Wenig überraschen kann das Ergebnis einer Dekra-Verkehrsbeobachtung, wonach vor allem jüngere Menschen als Fußgänger das Smartphone nutzen: 22,5 Prozent der 26- bis 35-Jährigen stehen nur 10,9 Prozent der 46- bis 60-Jährigen gegenüber.

Im Unterschied zu Autofahrern oder Radlern müssen scrollende oder textende Passanten übrigens weder Bußgelder noch Flensburg-Punkte befürchten.

ule