2. Bundesliga

"Fußballgott" Terodde zu Löws Besuch: "Schöne Sache!"

Bundestrainer sieht die Rückkehr des Stuttgarters zu Union

"Fußballgott" Terodde zu Löws Besuch: "Schöne Sache!"

Stuttgarter im Union-Trikot: Simon Terodde kehrte mit dem VfB an seine alte Wirkungsstätte zurück.

Stuttgarter im Union-Trikot: Simon Terodde kehrte mit dem VfB an seine alte Wirkungsstätte zurück. picture alliance

Als Simon Terodde nach dem Spiel in der Mixed Zone der Alten Försterei auftauchte, hatte er sich ein Union-Trikot übergestülpt. Von 2011 bis 2014 trug der 28-Jährige den Dress der Eisernen nicht nur abseits des Feldes - und seine Leistungen auf dem Rasen haben Eindruck hinterlassen bei den Berlinern: Mit "Fußballgott"-Rufen begrüßten die Union-Fans ihren früheren Liebling.

Was Terodde diese Zuneigung eingebracht hatte, zeigte er nach nicht einmal 180 Sekunden: Er netzte ein. Nach dem Frühstart verwaltete Stuttgart das 1:0 nur noch. "Wir hätten vielleicht vorher schon das 2:0 machen müssen", sagte Terodde nach dem Spiel, gestand aber auch: "Aufgrund der letzten 20 Minuten können wir sicherlich mit dem Punkt leben."

Er braucht keine Spieler aus der 2. Liga.

Simon Terodde über Joachim Löws Besuch an der Alten Försterei

Eine Stunde lang legte der VfB einen souveränen Auftritt hin, bestellte in der Offensive zwar kaum etwas, ließ aber zumindest wenig zu. Abgeklärt nennt man das wohl. Und auch Terodde gab zu: "Nach 60 Minuten habe ich gedacht, dass wir drei Punkte mitnehmen können."

Dann aber lud Mitchell Langerak Union ein. Der Schlussmann der Schwaben sprach sich bei einer Flanke nicht mit Abwehrmann Marcin Kaminski ab, die beiden behinderten sich gegenseitig - und Langerak faustete den Ball vor die Füße von Steven Skrzybski, der ins verwaiste Tor einschoss. "Das ist schade", sagte Langerak, "aber es passiert."

Spielbericht

Terodde: "Wir hatten Glück"

Dass Terodde nach dem Spiel zugab: "Es war nicht leicht, hier zu bestehen", lag besonders an den letzten 30 Minuten. In diesen waren die Berliner dem Führungstor mehrmals nahe. Terodde gab zu: "Wir hatten ein bisschen Glück." Etwa bei Großchancen von Collin Quaner und Felix Kroos.

Letztlich aber sahen die 22.012 Zuschauer an der Alten Försterei, darunter Joachim Löw, ein verdientes Remis. Der Bundestrainer hat seinen Lebensmittelpunkt in der Hauptstadt. Warum aber war er im Stadion? Womöglich, um Terodde zu beobachten? "Er braucht keine Spieler aus der 2. Liga", stellte der Torjäger klar, nannte Löws Besuch aber trotzdem eine "schöne Sache".

lei