Bundesliga

Funkel spart am Wechselgeld

Frankfurt: Bangen um Verteidiger Galindo

Funkel spart am Wechselgeld

Noch angeschlagen: Frankfurts Galindo, links gegen Schalkes Jones.

Noch angeschlagen: Frankfurts Galindo, links gegen Schalkes Jones. imago

Kein anderer Bundesligaverein nutzt die Einwechselmöglichkeiten so selten wie die Eintracht, entsprechend weniger Profis kommen in den Genuss von "Wechselgeld".

Finanzielle Gründe sind dafür freilich nicht ausschlaggebend. "Es liegt unter anderem daran, dass die Spieler in der Startelf die Aufgabe, die ich ihnen stelle, gut erfüllen. Auch wenn es nach außen womöglich gar nicht so scheint", sinniert Fußball-Lehrer Friedhelm Funkel. So ließ er gegen Bochum (1:1) den 3,8-Millionen-Einkauf Caio 90 Minuten auf der Bank schmoren, weil er mit der Leistung von Faton Toski trotz dessen Kräfteverschleißes zufrieden war. Von den Bankdrückern kam einzig Mounir Chaftar in den Genuss einer Einsatzprämie. Vier Minuten vor Schluss betrat er das Feld - wegen des Nasenbeinbruchs von Sotirios Kyrgiakos.

Viel Platz auf der Bank

Die Verletzungsserie der Eintracht trägt dazu bei, dass Funkel derart selten Lizenzspielerchef Rainer Falkenhain losschickt, um dem Vierten Mann einen Spielerwechsel zu signalisieren. Die Bank der Eintracht ist dünn besetzt, gegen Bochum und Bremen reichte es zu fünf statt sechs Feldspielern, dazwischen in Hamburg waren es sogar nur deren vier.

Diesen Samstag beim Karlsruher SC wird sich an der Zahl der einsatzfähigen Spieler kaum etwas ändern. Zudem fehlte am Mittwoch nach Kyrgiakos, Aleksandar Vasoski, Christoph Preuß und Chris ein weiterer potenzieller Innenverteidiger im Training. Aaron Galindo war umgeknickt, er soll zunächst ein oder zwei Tage geschont werden. Funkel geht fest davon aus, dass der Abwehrspieler am Samstag einsatzfähig ist. Einen anderen hätte er auch nicht mehr.

"So extrem wie jetzt war es noch nie", betont Funkel, der nur selten über Verletzungen klagt. "Es ist absolut bemerkenswert, wie die Mannschaft die Ausfälle immer wieder wegsteckt. Trotz aller Probleme haben wir diese Saison noch nie zweimal nacheinander verloren."

Michael Ebert