Bundesliga

Fugmann neuer SC-Präsident - Gewinn von 9,8 Millionen Euro

Mitgliederversammlung beim Sport-Club

Fugmann neuer SC-Präsident - Gewinn von 9,8 Millionen Euro

Seite an Seite im neuen Stadion: Oliver Leki und Freiburgs OB Martin Horn (re.).

Seite an Seite im neuen Stadion: Oliver Leki und Freiburgs OB Martin Horn (re.). imago images/Eibner

Waldschmidt, Koch und Schwolow spülten Geld in die Kassen

Obwohl das Stadion vergangene Saison leer bleiben musste und der Verein zudem einen Stadion-Neubau finanzieren musste, hat der SC Freiburg das Geschäftsjahr 2020/21 erfolgreich abgeschlossen. Wie SC-Finanzvorstand Oliver Leki bei der ersten Mitgliederversammlung des Vereins seit zwei Jahren den 675 Mitgliedern in der Neuen Messe in Freiburg berichtete, hat der Sport-Club sogar einen Gewinn von 9,8 Millionen Euro (Vorjahr: 0,1 Millionen Euro) erwirtschaftet. Die Transfereinnahmen seien der Grund gewesen, warum der Verein "so gut durch die Krise gekommen" ist, erklärte Leki. Der Umsatz lag bei 110,1 Millionen Euro (89,2 Millionen Euro), dazu hätten vor allem die Transfers von Luca Waldschmidt, Robin Koch und Alexander Schwolow im vergangenen Sommer mit rund 37,3 Millionen Euro Einnahmen beigetragen. Das Eigenkapital des SC von 93 Millionen Euro (83,3 Millionen Euro) "drückt die Stabilität des Vereins aus, die außergewöhnlich ist in der Situation", betonte Leki.

Neue Verträge laufen bis 2024 - Keller-Nachfolge geklärt

Die Mitgliederversammlung wählte außerdem mit großer Mehrheit den früheren Freiburger Schuldirektor Eberhard Fugmann zum neuen Präsidenten. Von den 661 stimmberechtigten Mitgliedern stimmten nur vier gegen ihn, außerdem gab es 23 Enthaltungen. Fugmann folgt damit auf Fritz Keller, der wegen seines Wechsels zum DFB 2019 zurückgetreten war. Der Aufsichtsratsvorsitzende Heinrich Breit gab zudem bekannt, dass die Verträge mit den beiden Vorständen Oliver Leki und Jochen Saier bis 2024 verlängert wurden.

Angesichts der veränderten Corona-Verordnung der baden-württembergischen Landesregierung, die ein 2G-Optionsmodell vorsieht, kündigte Leki in der Mitgliederversammlung an, dass der Verein dieses ab dem Heimspiel gegen Fürth Ende Oktober in Anspruch nehmen will. "Wir halten das in der schwierigen Gesamtabwägung für richtig", sagte er, weil das neue Europa-Park Stadion nur so voll besetzt werden darf. Leki hätte sich allerdings "gewünscht, dass das wie in Bayern auch mit PCR-Test möglich gewesen wäre". Ab dem Spiel gegen Fürth sollen dann auch die 25.000 vergebenen Dauerkarten gültig werden.

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Daniela Frahm

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