2. Bundesliga

Fürth: Viel frischer Wind aus der zweiten Reihe

Kleeblatt spielt zu null und beendet die Sieglosserie

Fürth: Viel frischer Wind aus der zweiten Reihe

Greuther Fürths Dickson Abiama war der laufstärkste bei der SpVgg.

Greuther Fürths Dickson Abiama war der laufstärkste bei der SpVgg. imago images

Angesichts der englischen Woche hatte Fürths Trainer Stefan Leitl die Rotationsmaschine angeworfen und ließ Simon Asta, Hans-Nunoo Sarpei, Timothy Tillman und Dickson Abiama von der Leine. Das Quartett zahlte das Vertrauen zurück und sorgte vor allem für frischen Wind: Stürmer Abiama (12,5 Kilometer, 1.), Zehner Tillman (11,6 Kilometer, 2.) und Rechtsverteidiger Asta (11,4 Kilometer, 4.) zählten zu den vier laufstärksten Spielern beim Kleeblatt.

"Kompliment an meine Mannschaft, gerade nach den vier Umstellungen", lobte Leitl. "Wir waren gut im Spiel, haben insgesamt sehr, sehr gut verteidigt und verdient mit 1:0 gewonnen." Auch die Zahlen stützen diesen Eindruck: Die Spielvereinigung verzeichnete doppelt so viele Torschüsse (12:6), hatte mehr Ballbesitz (52 Prozent), gewann mehr Zweikämpfe (51 Prozent), präsentierte sich ballsicherer (81:76 Prozent Passquote) und büßte nichts von ihrer spielerischen Überlegenheit aus den Vorwochen ein.

Hinten zu null, vorne ein Tor und zweimal Aluminium

"Wichtig war, dass wir zu null spielen", stellte Tillman eine Fürther Seltenheit heraus: Erst zum vierten Mal in dieser Saison behielten die Mittelfranken eine weiße Weste. "Wir haben unseren Mann gestanden, gut gegen den Ball gearbeitet und wenig zugelassen", so Tillman, "wir wissen, dass wir die Qualität haben, in jedem Spiel ein Tor zu machen. Dann reicht auch mal ein 1:0."

Hierfür zeichnete Julian Green verantwortlich. Eine flache Flanke von David Raum von links legte Abiama für Green zurück, der fulminant aus acht Metern halblinker Position per Direktabnahme traf (38.). Chancen auf ein höheres Ergebnis hatte das Kleeblatt durchaus. Green etwa traf nach brasilianischem Solo von Branimir Hrgota den Pfosten (44.), Abiama nach Ernst-Zuspiel aus 14 Metern die Latte (57.).

Mittendrin im Aufstiegsrennen - Freitag gegen Aue

"Wir wollten mit einem Sieg in die Rückrunde starten. Das ist uns gelungen, deshalb sind wir alle sehr glücklich", sagte Tillman. Die Spielvereinigung beendete damit eine Sieglosserie von drei Spielen (0/2/1) und rückt zumindest bis Mittwochabend auf Rang drei vor. Schon am Freitag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) sind die Weiß-Grünen dann erneut gefordert: Erzgebirge Aue kommt in den Sportpark Ronhof. Gut möglich, dass Leitl dann erneut munter durchrotiert.

cru

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