Bundesliga

Für 3,7 Millionen Euro: Freiburg angelt sich Demirovic

Klassische Neun für den SC

Für 3,7 Millionen Euro: Freiburg angelt sich Demirovic

Ermedin Demirovic

Kehrt nach Deutschland zurück: Ermedin Demirovic. imago images

Der Ansage von Klemens Hartenbach aus der vergangenen Woche folgte nun der Vollzug. "Wir suchen einen Stürmer und befinden uns mit einigen Jungs in Gesprächen", hatte der Freiburger Sportdirektor angekündigt. Der gesuchte Angreifer ist Ermedin Demirovic, der 22-Jährige unterschrieb nun beim SC und ergänzt den Kader als vierter Angreifer. Er ist der erste Sommer-Zugang im Breisgau.

Demirovic machte mit einer starken Saison für St. Gallen auf sich aufmerksam: In der noch laufenden Schweizer Super League erzielte der in Hamburg geborene U-21-Spieler von Bosnien und Herzegowina, in der Jugend auch beim HSV und bei RB Leipzig aktiv, bislang 13 Tore für die Espen, an die er von Deportivo Alaves ausgeliehen ist. Die vom Schwaben Peter Zeidler trainierten jungen wilden St. Galler mischen die Liga in dieser Spielzeit ordentlich auf und haben theoretisch noch die Chance auf die Meisterschaft, auch wenn den konstanten Young Boys aus Bern nur noch ein Punkt zum Titel-Hattrick fehlt.

Wenngleich die Saison für Demirovic noch nicht beendet ist (letzter Spieltag am 3. August), steht seine nächste Station bereits fest: Freiburg. Demirovic erfüllt das dort gesuchte Profil "klassische Neun" und ist damit kein potenzieller Ersatz für Luca Waldschmidt, den der SC bei lukrativer Offerte noch abgeben könnte.

Er hat alle Attribute eines Stürmers und bringt viel Energie und Hunger auf den Platz.

"Ermedin ist ein junger Spieler, der sich in St. Gallen richtig weiterentwickelt hat. Er hat alle Attribute eines Stürmers und bringt viel Energie und Hunger auf den Platz. Dadurch wird er bei uns alle Möglichkeiten haben, den nächsten Schritt zu gehen", sagt Hartenbach. Die Ablöse, die die Breisgauer an Alaves zahlen, beläuft sich nach kicker-Informationen auf 3,7 Millionen Euro.

In Freiburg trifft Demirovic unter anderem auf Nico Schlotterbeck, gegen den er noch im Oktober des vergangenen Jahres aktiv war. Beim 2:0-Sieg der deutschen U 21 in Bosnien und Herzegowina in der EM-Qualifikation zeigte sich der Rechtsfüßer als einzige Spitze bemüht, hing durch mangelnde Zuspiele aber ein bisschen in der Luft (kicker-Note 4). Das Rückspiel soll am 13. Oktober stattfinden.

Patrick Kleinmann/CSL/cfl

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