Nordost

Lok-Trainer Civa schließt Neuzugänge im Winter aus

Hartes Restprogramm vor der Pause

"Für uns geht Qualität vor Quantität": Lok-Trainer Civa schließt Neuzugänge im Winter aus

Nach Verletzung wieder im Team: Djamal Ziane meldet sich zum Jahresendspurt zurück.

Nach Verletzung wieder im Team: Djamal Ziane meldet sich zum Jahresendspurt zurück. IMAGO/Picture Point

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In einen regelmäßigen Spielrhythmus wird Regionalligist Lok Leipzig vor der Winterpause wohl nicht mehr kommen. Zuletzt hatten die Sachsen an den vergangenen zwei Wochenenden witterungsbedingt zwei Spielausfälle zu beklagen: die Partie beim Berliner AK und das Sachsen-Duell mit dem Chemnitzer FC. Das Auswärtsmatch beim BAK wurde bereits am vergangenen Mittwoch nachgeholt, Lok siegte mit 2:1. Nun kommt es - wenn das Wetter mitmachen sollte - dazu, dass Lok vor der Winterpause gleich dreimal innerhalb von acht Tagen antreten wird, und alle drei Partien haben es sportlich für die Leipziger durchaus in sich.

Am kommenden Samstag müssen die Leipziger zunächst zum Auswärtsduell zum alten Ost-Rivalen Carl Zeiss Jena, am nächsten Mittwoch soll das Sachsen-Duell mit Chemnitz nachgeholt werden. Und am Samstag darauf reist Lok zum alten Verein von Trainer Almedin Civa (50), dem SV Babelsberg, zur finalen Partie des Kalenderjahres 2022.

Bei den drei noch zu absolvierenden Partien bis zur Winterpause kann Civa wahrscheinlich auf sein komplettes Aufgebot zurückgreifen. Stürmer Djamal Ziane (30), der beim BAK zuletzt wegen einer Zerrung im Oberschenkel fehlte, steht wohl ebenso wieder zur Verfügung wie Isa Dogan (23, Torwart), dessen Nachwehen einer Zahnoperation endgültig ausgestanden sind. Gute Nachrichten also für die Leipziger. Mit nur 21 Spielern hat der Verein nämlich den kleinsten Kader der Liga und entsprechend stehen nur begrenzt Alternativen zur Verfügung.

Restprogramm vor der Winterpause

An der Personalzusammensetzung werden die Leipziger aber wohl auch in der kommenden Transferphase nichts ändern. "Ich mache nur ungern Transfers im Winter", erklärt Civa und ergänzt die Gründe für die Haltung der Leipziger: "Erstens muss es einer sein, der in die Mannschaft und zur Zukunft der Truppe passt. Zweitens stellt sich immer die Frage nach dem Warum. Welchen Sinn hat ein Neuer? Ist er überhaupt besser als die vorhandenen Spieler? Und schlussendlich muss man den auch bezahlen können - und das können wir nicht."

So wird wohl kein Neuzugang mit ins türkische Side fliegen, wenn Lok dort im Januar für eine Woche sein Trainingslager bezieht. "Für uns geht Qualität vor Quantität", so Civa, der außerdem klarstellt: "Der Kader ist bestens geplant. Viele Spieler sind polyvalent und auf mehreren Positionen einsetzbar."

Carsten Muschalle

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