2. Bundesliga

Für Thioune ist Wintzheimer ein Sinnbild

HSV-Trainer zufrieden, sagt aber: "Es ist noch Luft nach oben"

Für Thioune ist Wintzheimer ein Sinnbild

Das Tor, das den HSV auf die Siegerstraße brachte: Manuel Wintzheimer trifft zum 1:0.

Das Tor, das den HSV auf die Siegerstraße brachte: Manuel Wintzheimer trifft zum 1:0. imago images

Das ist durchaus bemerkenswert, da sich in der Nachholpartie vom dritten Spieltag gleich einige Profis in ungewohnten Rollen wiederfanden: Rechtsverteidiger Jan Gyamerah agierte als linkes Glied einer Dreierkette, Angreifer Manuel Wintzheimer als Achter, Innenverteidiger Moritz Heyer als Sechser. Thioune stellt zufrieden fest: "Die Mannschaft besitzt eine große Offenheit und lässt sich auf Matchpläne und Veränderungen ein." Und er nimmt ganz offensichtlich die Richtigen vor. Gegen Aue dominierte sein HSV beinahe über die gesamte Spielzeit nach Belieben, der Trainer aber tritt direkt die Bremse, indem er seine Spieler an den weitaus weniger souveränen vorherigen Auftritt in Fürth mit dieser Aussage erinnert: "Wir haben eine Reaktion gezeigt."

Thioune weiß, dass gute Starts in Hamburg auch in den zurückliegenden beiden Zweitligaspielzeiten Programm waren und hält deshalb die Spannung hoch. Sein Gegenüber Dirk Schuster hatte ihm während der Pressekonferenz am Mittwoch prophezeit, dass der HSV in dieser Verfassung gegen Würzburg auf den 15-Punkte-Start zusteuern werde, der Ex-Osnabrücker aber warnt: "Wir werden dafür sehr viel tun müssen und müssen vorsichtig mit allem umgehen. Wir müssen das alles einordnen können. Es ist noch Luft nach oben." Mahnende Worte, die jedoch nicht mit Understatement gleichzusetzen sind: "Es ist unser Antrieb und unser Anspruch, das jetzt zu bestätigen."

Das Rüstzeug dazu hat der HSV selbst dann, wenn Leistungsträger ausfallen. Weil Youngster aus der zweiten Reihe mit Vehemenz nach vorn drängen. Neben Verteidiger Stephan Ambrosius vor allem Manuel Wintzheimer. "Er arbeitet sehr intensiv und ist sehr fleißig", lobt Thioune und konstatiert: "Er ist ein Sinnbild für diese Mannschaft." In doppelter Hinsicht, denn: Auch seinem 21-jährigen Angreifer attestiert der Coach: "Er kann noch wachsen."

Sebastian Wolff

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