Champions League

Für Kroos macht es zum Abschluss "keinen Sinn, zu verlieren"

Bellingham ist wegen der Königsklasse nach Madrid gewechselt

Für Kroos macht es zum Abschluss "keinen Sinn, zu verlieren"

Toni Kroos und Jude Bellingham.

Toni Kroos und Jude Bellingham. IMAGO/Alex Perez

Sein Abschied aus seinem langjährigen "Wohnzimmer" hatte es in sich: Toni Kroos ist am vergangenen Samstag bei seinem letzten Auftritt im Santiago Bernabeu standesgemäß verabschiedet worden - mit Spalier samt Choreo, mit seinen Kindern ("Sie haben mich gekillt") und Tränen.

Nun richtet der im Sommer nach der Europameisterschaft im eigenen Land in den Ruhestand scheidende Mittelfeldmann den Blick aber nach vorn - es will schließlich zum Abschluss seiner äußert erfolgreichen Real-Zeit (2014 bis 2024) noch etwas gewonnen werden. Genauer gesagt nach vier Meisterschaften, einem Pokalsieg und ganzen vier (!) Champions-League-Triumphen der zehnte große Titel mit Madrid.

Dass das am Samstag (21 Uhr, LIVE! bei kicker) bevorstehende Endspiel in der Königsklasse gegen Borussia Dortmund tatsächlich sein allerletzter Auftritt als Profi der Königlichen sein wird, daran verschwende Kroos laut eigener Aussagen keinen einzigen Gedanken: "Dazu ist in meinem Kopf kein Gedanke. Es ist das wichtigste Spiel im wichtigsten Wettbewerb. Ich denke nur daran, dieses Spiel zu gewinnen."

BVB als Gegner im Finale? "Nicht leicht"

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Rechnet man seinen CL-Erfolg mit dem FC Bayern im Jahr 2013 (im Endspiel war der Taktgeber damals wegen eines Muskelbündelrisses ausgefallen) mit rein, könnte Kroos nun das halbe Dutzend an Henkelpötten eintüten.

Und wird es in seinen eigenen Augen auch: "Es macht ja keinen Sinn, dieses Spiel zu verlieren." Schließlich habe die vor ihrem 151. CL-Spiel für die Madrilenen stehende Vereinslegende mit ihren Kollegen auf dem Weg ins Finale nicht umsonst Klubs wie RB Leipzig, Titelverteidiger ManCity oder zuletzt im Halbfinale Bayern München aus dem Weg geräumt.

Das soll aber nicht heißen, dass Kroos kein "hartes Spiel" und im BVB einen schwierigen Gegner erwartet. Der 34-jährige Routinier habe den Weg der Schwarz-Gelben genau verfolgt: "Dortmund kann andere Teams leiden lassen. Sie verteidigen sehr diszipliniert, sie haben sehr schnelle Spieler für Konter. Es wird deswegen schwierig." Auch weil es allgemein "nicht leicht" sei, "gegen Deutsche zu gewinnen". Dabei helfe letztlich auch "das bisschen Erfahrung", das die schon 14-mal in diesem Wettbewerb erfolgreichen Blancos haben, nicht. Kroos: "Am Ende gibt es einen Gegner, der einige überrascht hat. Nach ManCity und Bayern denken manche Leute, es würde einfach werden. Aber es wird nicht einfach, das kann ich mit Gewissheit sagen. Sie können dafür sorgen, dass wir wirklich leiden müssen."

Das erhofft sich etwa auch BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl: "Es wird Momente geben, in denen wir Real überraschen können."

Bellingham muss seine "Emotionen beiseite schieben"

Apropos Dortmund: Auf das Wiedersehen mit seinem Ex-Klub freut sich natürlich auch Jude Bellingham. Der englische Nationalspieler, der wie etwa auch Kroos nach dem CL-Finale zügig Richtung EM-Auswahl aufbrechen wird, will BVB-Gefühle aber nicht groß an sich heranlassen: "Das ist ganz besonderes Spiel für mich, aber ich muss meine Emotionen beiseite schieben."

Vielmehr verfolge Bellingham das große Ziel, in seiner ersten Real-Saison direkt mit dem Henkelpott dazustehen. Genau dafür war er schließlich überhaupt erst für über 100 Millionen Euro aus dem Ruhrpott in die spanische Hauptstadt gewechselt: "Die Champions League zu gewinnen, ist der Grund für mich, überhaupt hier zu sein. Ich habe immer davon geträumt, für dieses Team zu spielen."

mag

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