2. Bundesliga

St. Pauli in der Krise: "Für die Köpfe eine Katastrophe"

Fünftes Spiel in Serie ohne Sieg

"Für die Köpfe eine Katastrophe": St. Pauli steckt in der Krise

Muss in der Länderspielpause Lösungen finden: St. Pauli-Trainer Timo Schultz (Mitte).

Muss in der Länderspielpause Lösungen finden: St. Pauli-Trainer Timo Schultz (Mitte). IMAGO/Oliver Ruhnke

Es war das Duell der Sieglosen gewesen: Jahn Regensburg, sechsmal sieg- und torlos, gegen den FC St. Pauli, der viermal in Serie keinen Dreier hatte holen können. Am Ende gelang dem Jahn ein 2:0-Befreiungsschlag, der die Kiezkicker gleichzeitig mit einem schlechten Gefühl in die Länderspielpause beförderte. "Um das Spiel gut einzuordnen, brauche ich ein paar Tage", sagte Luca Zander nach Abpfiff den Vereinsmedien der Hamburger. 

Zander moniert: Zu wenig und zu einfach

Für den eingewechselten Außenverteidiger "war das von uns zu wenig. Es kann nicht sein, dass wir uns erst einmal zwei Tore fangen müssen, um Gas zu geben", zeigte er sich verständnislos und prangerte besonders ein Problem an: "Die Gegentore können wir besser verteidigen. Die Flanke zum zweiten Tor war zu einfach, der Kopfball war zu einfach."

Alles andere als einfach war es hingegen vor dem Tor der Regensburger gelaufen. "Insgesamt müssen wir ehrlich sagen, dass wir zu wenig auf das Tor geschossen haben", bemängelte Stürmer Etienne Amenyido. Wenn man die wenigen Chancen dann auch noch ausließe, würde es laut dem ehemaligen Dortmunder natürlich schwierig. "Am Ende liegt es auch an der letzten Konsequenz", pflichtete Sturm-Kollege Igor Matanovic bei. 

Wir haben auswärts wieder keine Leistung auf den Platz gebracht, die für drei Punkte reicht.

Timo Schultz

Damit schlugen die beiden Angreifer in eine ähnliche Kerbe wie St. Pauli-Trainer Timo Schultz auf der Pressekonferenz nach der Partie: "Wir hatten unsere Momente irgendwo, und Spielkontrolle. Das zählt aber alles nicht, im Fußball zählen Tore." Schlussendlich überwog für ihn der Frust: "Wir haben auswärts wieder keine Leistung auf den Platz gebracht, die für drei Punkte reicht."

Jahn überholt Hanseaten in schwieriger Phase

Damit steht für die Hamburger vor der Länderspielpause ein enttäuschender 12. Tabellenplatz zu Buche, Regensburg ist durch den Sieg vorbeigezogen. Für Sportchef Andreas Bornemann "nicht unsere einfachste und beste Phase". Der seit wenigen Tagen 51-Jährige empfand den frühen Rückstand durch einen Strafstoß nach VAR-Eingriff als Knackpunkt: "Wir nehmen uns viel vor und bekommen dann so einen Elfmeter. Das ist für die Köpfe und die Spielentwicklung eine Katastrophe."

Damit die aktuelle Krise nicht ebenfalls zu einer Katastrophe wird, sollte die Mannschaft die spielfreie Zeit bestmöglich nutzen. Denn zum Wiedereinstieg in den Ligabetrieb wartet am Samstag, 1. Oktober (20.30, LIVE! bei kicker), niemand geringeres als der 1. FC Heidenheim, der derzeit auf Rang fünf notiert ist.  

mja

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