2. Bundesliga

Für den "Entwicklungsprozess": Die Niederlage wirft Thioune nicht um

Hamburg fremdelt mit der neuen Grundformation

Für den "Entwicklungsprozess": Die Niederlage wirft Thioune nicht um

Lässt sich nicht aus der Ruhe bringen: Hamburgs Trainer Daniel Thioune.

Lässt sich nicht aus der Ruhe bringen: Hamburgs Trainer Daniel Thioune. Getty Images

Es herrschte Geschlossenheit bei den Hamburger Spielern, die in den 90 Minuten zuvor längst nicht immer einen solch abgestimmten Eindruck gemacht hatten. "Die Niederlage ist verdient, wir haben sie uns selbst zuzuschreiben", äußerte sich Keeper Sven Ulreich, der einen Elfmeter verschuldet, den HSV zwischenzeitlich aber auch im Spiel gehalten hatte, gegenüber den Vereinsmedien.

"Wir sind über die gesamte Spielzeit nicht richtig in die Partie gekommen, hatten kaum Zugriff und wenige zwingende Torchancen - müssen also eine verdiente Niederlage hinnehmen", schloss sich Kapitän Tim Leibold an. Auch Trainer Daniel Thioune nannte die 1:3-Pleite gegen Bochum "verdient", bezeichnete sie allerdings auch als "Teil unseres Entwicklungsprozesses".

Probleme mit dem 3-4-1-2

Thioune hatte gegen den VfL etwas vorgehabt, was seine Spieler augenscheinlich noch nicht wirklich umsetzen konnten. In der 3-4-1-2-Grundordnung "sind wir nicht in unsere Abläufe gekommen" - hierzu trugen auch laufstarke und aggressive Bochumer bei -, "wir müssen in den kommenden Spielen wieder die Ballqualität im Aufbau erhöhen".

So "hatten wir zu wenig Aktionen nach vorne und haben uns nicht ausreichend Abschlüsse erspielt", analysierte Thioune, der eine solche Niederlage natürlich "nicht wünschenswert", aber möglicherweise im angesprochenen Entwicklungsprozess in ihrer Entstehung nötig fand.

Fünfmal gewonnen, seither dreimal nicht

"Wir waren nach den ersten fünf Siegen in der Liga nicht euphorisch, haben sie angemessen eingeordnet", beschwichtigte der 46-Jährige daher. Es folgten zwei Remis - eines im Stadtderby gegen St. Pauli, eines bei Aufstiegsaspirant Holstein Kiel. Und nun setzte es die verdiente Niederlage gegen abgezockte Bochumer, über deren Analyse sich zumindest alle gefragten Hamburger in Einklang befanden.

Thioune, der in den vergangenen Wochen bereits die spezielle Drucksituation beim einstigen Bundesliga-Dino laut eigener Aussage bei "Sky" zu spüren bekommen hat, macht sich also keine Sorgen: "Wir wissen, dass wir fleißig arbeiten müssen."

nba