Bundesliga

VfB Stuttgart veröffentlicht Leitbild - Bekenntnis zu 50+1

Fünf-Punkte-Positionspapier

Für 50+1, gegen Kollektivstrafen: VfB veröffentlicht Leitbild

Der VfB Stuttgart hat seine Haltung und Werte in einem Positionspapier zusammengefasst.

Der VfB Stuttgart hat seine Haltung und Werte in einem Positionspapier zusammengefasst. IMAGO/Sportfoto Rudel

Bei seinem Dienstantritt als Präsident und Aufsichtsratschef hatte Claus Vogt 2019 eine klare Positionierung des VfB Stuttgart versprochen. Drei Jahre später hat der Bundesligist ein Leitbild veröffentlicht unter der Überschrift: "Dafür steht der VfB".

Verschiedene Klubgremien erarbeiteten im Austausch mit Fans ein Fünf-Punkte-Positionspapier, das das Präsidium um Vogt, der Vorstand um den Vorsitzenden Alexander Wehrle sowie Aufsichtsrat und Vereinsbeirat unterzeichnet haben.

Darin bekennt sich der VfB dazu, dass bei ihm Profi- und Breitensport zusammengehören, zu Mut zu Talenten, einen sportlich und wirtschaftlich fairen Wettbewerb, eine bunte und vielfältige Stadionkultur und dazu, Botschafter der Stadt und der Region zu sein.

"Wir begrüßen fangerechte Anstoßzeiten"

"Wir verpflichten uns dazu, durch transparente Strukturen, verantwortungsvolles Wirtschaften und professionelle Arbeit (...) unseren Beitrag zu einer guten Zukunft des VfB und des Profifußballs insgesamt zu leisten", heißt es unter anderem. "Dabei treten wir für Solidarität im Sinne eines fairen Wettbewerbs in der Bundesliga ein. Wir stehen zur 50+1-Regel und setzen uns für deren Erhalt ein. Für den VfB liegt die Entscheidungshoheit in dieser Frage ausschließlich bei der Mitgliederversammlung."

Im Stadion seien alle willkommen. "Der VfB lehnt Kollektivstrafen ab und setzt sich für einen respektvollen Umgang miteinander ein. Entscheidungen auf dem Platz sollten in letzter Instanz beim Schiedsrichter liegen. Wir begrüßen fangerechte Anstoßzeiten, die allen Fans die An- und Abreise zu den Spielen ihrer Klubs ermöglichen." Außerdem wolle man nachhaltig wirtschaften und Menschen unterstützen, die Hilfe benötigen.

"Dass von Fans über Mitarbeiter bis zu allen Gremien aus AG und e.V. gemeinschaftlich eine klare Positionierung entsteht und mitgetragen wird, ist alles andere als selbstverständlich", sagt Wehrle, der im Frühjahr auf Thomas Hitzlsperger gefolgt war. "Der VfB ist auf einem sehr guten Weg, wenn so etwas gelingt. Papier ist allerdings geduldig. Jetzt kommt es darauf an, dass wir unsere Positionierung im Alltag leben und umsetzen."

jpe

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