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Für 250.000 Euro: Masiello gesteht Manipulation

Italien: Der Wettskandal und seine Ausmaße

Für 250.000 Euro: Masiello gesteht Manipulation

Welche Strafe erwartet ihn? Bergamos Verteidiger Andrea Masiello.

Welche Strafe erwartet ihn? Bergamos Verteidiger Andrea Masiello. Getty Images

Masiello, in der letzten Saison noch beim süditalienischen Klub AS Bari unter Vertrag, hatte zuvor Spielabsprachen in der vergangenen Saison zugegeben. Im Detail ist nun bekannt, dass der Spieler das Erstligaspiel zwischen dem AS Bari und US Lecce mit seinem Eigentor zum 0:2 bewusst beinflusst habe. Dafür hätten er und zwei Komplizen von einem Mann aus dem Umfeld des Klubs aus Lecce rund 250.000 Euro in bar erhalten. Dies berichteten italienische Zeitungen am Dienstag unter Berufung auf Protokolle der Staatsanwaltschaft in Bari.

Staatsanwalt Antonio Laudati hatte den inzwischen für Bergamo spielenden Masiello zusammen mit weiteren Personen in der Nacht zum Montag verhaften lassen. Gegen insgesamt rund 20 Männer, darunter zahlreiche frühere Bari-Spieler, leitete er Ermittlungsverfahren ein.

Spielersteckbrief Masiello
Masiello

Masiello Andrea

Atalanta Bergamo - Vereinsdaten
Atalanta Bergamo

Gründungsdatum

01.10.1907

Vereinsfarben

Blau-Schwarz

SSC Bari - Vereinsdaten
SSC Bari

Gründungsdatum

15.01.1908

Vereinsfarben

weiß-rot

US Lecce - Vereinsdaten
US Lecce

Gründungsdatum

15.03.1908

Vereinsfarben

Rot-Gelb

Auch Spieler des Erstligisten AC Cesena sowie der Zweitligisten Sampdoria Genua und FC Turin sind möglicherweise verwickelt. Die Beteiligten werden verdächtigt, sich der Bildung einer kriminellen Vereinigung zum Sportbetrug schuldig gemacht zu haben.

Zum Thema

Laudati zufolge wurden in den vergangenen zwei Spielzeiten nachweislich Baris Spiele gegen Udinese, Lecce, Bologna und Cesena verschoben. Die Partien gegen Palermo und den CFC Genua stünden unter Verdacht.

Atalanta hat Masiello bereits suspendiert. Absteiger Bari gibt an, nichts von den Manipulationen gewusst zu haben. "Wir wurden betrogen", sagte Baris Generaldirektor Claudio Garzelli. Auch Lecce wies jegliche Beteiligung zurück. Dennoch drohen beiden Klubs Punktabzüge, Masiello und seinen Mittätern lange Sperren und sogar mehrjährige Haftstrafen.