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Fünftligist jubelt, Meister raus - Guardiola lobt Huddersfield

FA Cup, Achtelfinale: Chelsea gewinnt bei den Wolves

Fünftligist jubelt, Meister raus - Guardiola lobt Huddersfield

Wunder gibt es immer wieder: Fünftligist Lincoln City feiert sein Siegtor in Burnley.

Wunder gibt es immer wieder: Fünftligist Lincoln City feiert sein Siegtor in Burnley. imago

Einen Versuch aufs Tor gab Lincoln beim Gastspiel in Turf Moor ab. Doch der reichte, um die über 3000 mitgereisten Fans ins Jubeldelirium zu schicken. Sean Raggett traf eine Minute vor Schluss per Kopf für den krassen Außenseiter. Fünf Minuten Nachspielzeit musste dieser beim viertstärksten Heimteam der Premier League, das unlängst Spitzenreiter Chelsea ein 1:1 abgerungen hatte , noch zittern, dann war die Überraschung perfekt.

Erstmals seit den Queens Park Rangers im Jahr 1914 steht ein Fünftligist im FA Cup unter den letzten Acht. "Das ist ein Fußballwunder", jubelte Trainer Danny Cowley, der bei der Viertelfinal-Auslosung am Sonntag nun auf ein großes Los hofft.

Leicester scheitert bei Drittligist in Überzahl - jetzt Champions League

Leicester City - das vor nicht allzu langer Zeit ebenfalls noch ein Fußballwunder feierte - wird dann nicht mehr im Topf sein. Das Bittere: Dass der amtierende Meister bei Drittligist Millwall rausflog, überrascht kaum noch jemanden . Symptomatisch auch, wie die Niederlage für die Foxes zustande kam: Trotz Überzahl (Gelb-Rot gegen Cooper/52.) und trotz klarer Torchancen kassierte das Ranieri-Team (zehn Änderungen im Vergleich zum 0:2 in Swansea) in der Nachspielzeit das 0:1. Cummings überwand Leicesters Torhüter Zieler per Flachschuss. "Mehr Herz, mehr Verlangen" habe der Gegner gehabt, stellte Ranieri (wieder einmal) fest. Die bittere Erkenntnis: "Sie haben verdient gewonnen." Eigentlich unglaublich: Am Mittwoch bestreitet Leicester ein Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League beim FC Sevilla.

Lob von Guardiola: Huddersfield verdient sich ein 0:0 gegen City

David Wagner

Starke Vorstellung gegen ManCity: Klopp-Kumpel David Wagner hat in Huddersfield Erfolg. picture alliance

David Wagner, Klopp-Lehrling und Trauzeuge, nahm es mit Zweitliga-Aufstiegsaspirant Huddersfield Town mit Pep Guardiola und Manchester City auf. Beide Teams lieferten sich im John Smith's Stadium einen unterhaltsamen Vergleich, dem trotz Chancen auf beiden Seiten am Ende nur die Tore fielen. Wagner hatte zahlreiche Wechsel vorgenommen, u.a. seine Top-Torschützen Kachunga (Ex-Ingolstadt, 11 Saisontreffer) und Wells (9) auf der Bank gelassen (dort saß auch der Ex-Lauterer Löwe). Hefele und Schindler standen gar nicht erst im Kader, der Ex-Unioner Quaner begann. Auch Guardiola ließ rotieren. 20 Minuten vor Schluss warf er noch die Millioneneinkäufe De Bruyne und Sané rein - doch es blieb beim 0:0.

"Gegen Manchester City kein Gegentor zu kassieren, macht unsere Brust noch breiter", sagte Wagner, der mit den Terriers momentan auf Platz drei der zweitklassigen Championship rangiert. Guardiola hatte an der Leistung seines Teams nichts auszusetzen. "Vor zwei Tagen fand ein Rugby-Spiel auf dem Platz stand, das hat ihn ein wenig langsam gemacht. Aber unsere Leistung war gut", meinte der Katalane und lobte den Gegner: "Sie sind ein wirklich gutes Team. Glückwunsch an Huddersfield!" Nun kommt es zum Wiederholungsspiel in Manchester.

Wolves halten dagegen, doch Chelsea setzt sich durch

Premier-League-Spitzenreiter Chelsea wurde bei den Wolverhampton Wanderers vorstellig, die in der Runde zuvor den FC Liverpool ausgeschaltet hatten. In einer unterhaltsamen Partie lieferte der vom früheren Dortmund-Profi Paul Lambert trainierte Zweitligist auch den Blues einen großen Kampf, traf beim Stand von 0:0 den Pfosten und hatte weitere Chancen. Am Ende setzte sich der Favorit - bei dem Trainer Antonio Conte sieben Änderungen an der Startelf vorgenommen hatte - aber durch. Pedro köpfte Chelsea in Front, Diego Costa beendete mit dem Treffer zum 2:0-Endstand nach 413 Minuten seine Torflaute.

ski