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Fünf Gründe für das neue Rennspiel Pacer

Pacer im Test: WipEout ist zurück

Fünf Gründe für das neue Rennspiel Pacer

Das neue Arcade-Rennspiel Pacer kann im Test überzeugen.

Das neue Arcade-Rennspiel Pacer kann im Test überzeugen. R8 Games

1. Pacer spielt sich so gut wie WipEout

Wer in den Neunzigerjahren mit der ersten PlayStation aufgewachsen ist, dürfte die legendäre WipEout-Reihe noch kennen. Immerhin genießen die pfeilschnellen futuristischen Gleiter, die sich auf engen Pisten mit abwechslungsreichen Waffen duellieren, Kult-Status.
Pacer ist der geistige Nachfolger der Reihe und orientiert sich spielerisch stark an seinem Vorbild. Die Expertise der Entwickler, die bereits am gefeierten dritten WipEout-Ableger mitgearbeitet haben, wird ab der ersten Spielminute spürbar. Gleiter, Geschwindigkeitsgefühl, Spezial-Items und Power-ups erinnern frappierend an die Vorlage und das ist durchaus positiv zu verstehen.

2. Es ist schnell erlernt

Dank präziser und intuitiver Steuerung feiern selbst Rennspiel-Laien in Pacer schnell erste Erfolge und das, obwohl ihr euch mit bis zu 1.000 km/h über enge Kurse bewegt. Eine Taste dient zum Gasgeben, die beiden Trigger des Controllers steuern die Bremsen und zwei Tasten dienen zum Einsatz der Power-ups. Mehr braucht es nicht, um Spaß zu haben.

3. Die Technik von Pacer gefällt

Dass es Pacer als Indie-Game aus technischer Sicht nicht ganz mit den großen Namen des Rennspiel-Genres aufnehmen kann, dürfte klar sein. Dennoch hinterlässt das fertige Spiel einen guten Eindruck.
Besonders die Grafik der Fahrzeugmodelle überzeugt mit stimmigen Details, während auch die Spezialeffekte und das ausgezeichnete Geschwindigkeitsgefühl gefallen. Da lässt es sich verschmerzen, dass der Detailgrad der Umgebung abseits der Strecke stark abfällt. Wenig auszusetzen gibt es an der Vertonung, die mit stimmigen Soundeffekten und einem starken Electro-Soundtrack punktet.

4. Es spielt sich abwechslungsreich

Eine wirklich motivierende Karriere sucht ihr in Pacer zwar vergebens, dennoch gibt sich der Combat-Racer aus spielerischer Sicht abwechslungsreich. Nur fünf Gleiter und 14 Strecken sind zwar nicht wirklich viel, das macht Pacer durch umfangreiche Individualisierungsoptionen wieder wett. Nahezu jede Schraube eures Gleiters lässt sich anpassen, zudem erstellt ihr verschiedene Sets, die euch für die wechselnden Anforderungen der Spielmodi fit machen.
Doch auch hinsichtlich der Spielmodi gibt es viel zu entdecken, auch wenn wir keine wirklichen Innovationen erwarten dürfen.
Spannend ist vor allem die Battle-Royale-Variante "Storm". Eine gelungene Abwechslung zu den anderen, eher klassischen Spielmodi, zu denen Rennen, Zeitfahr-Herausforderungen oder Überleben zählen.

5. Pacer macht einfach Spaß

Pacer hat seine Ecken und Kanten, das wird schnell klar. Es gibt keine ausgefallene Kampagne, die Präsentation ist eher zweckmäßig und die deutschen Texte hätten etwas mehr Feinschliff vertragen können.
Dennoch macht der neue Combat-Racer vor allem eines: eine Menge Spaß. Ein unkompliziertes, fast schon klassisch simples Rennspiel, das schnell zu erlernen ist, aber dennoch genug Tiefgang zum Taktieren bietet.
Wer die WipEout-Serie geliebt hat, sollte sich Pacer unbedingt einmal genauer anschauen. Nicht zuletzt, weil die beiden Spiele eine Menge verbindet und, weil es nahezu keiner Racer dieser Art mehr gibt. Pacer zeigt, dass das Genre noch lange nicht tot ist.

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Philipp Briel