Bundesliga

Füllkrug weiß: "Es geht immer mehr"

Ergebnis passt, Spielweise nicht

Füllkrug weiß: "Es geht immer mehr"

Niclas Füllkrug

Vier von sechs Bremer Saisontoren hat Niclas Füllkrug bislang gemacht. imago images

Auch beim 1:1 in Freiburg war Niclas Füllkrug - wieder einmal - so etwas wie die Bremer Lebensversicherung. Der Stürmer, der letzte Saison so lange ausgefallen war, sicherte Werder mit seinem Elfmetertreffer den Auswärtspunkt. Wie wichtig der Angreifer für die Norddeutschen ist, belegen auch die Zahlen der noch jungen Spielzeit. Vier von sechs Bremer Saisontoren erzielte Füllkrug und hat so großen Anteil daran, dass der Saisonstart mit sieben Punkten geglückt ist, den der Angreifer selbst am Sky-Mikrofon nur als "okay" bezeichnete.

Die Spielanalyse fiel dann etwas zwiegespalten aus: Zwar hatten sich die Bremer "schon vorgenommen, zu gewinnen", allerdings seien die Freiburger in den ersten Minuten "leider überlegen" gewesen - und führten dann auch noch früh mit 1:0. Dann aber half den Bremern das in der letzten Saison so häufig schmerzlich vermisste Spielglück: Binnen fünf Minuten wurde das vermeintliche 2:0 der Freiburger aufgrund einer Abseitsstellung zurückgenommen, ehe Füllkrug zum 1:1 per berechtigtem Foulelfmeter traf - sein zweiter Treffer vom Punkt bereits. Danach war der SV Werder besser in der Partie und hatte selbst auch gute Möglichkeiten.

"Nach dem ersten Spiel hätte man uns das nicht zugetraut"

Dass es nicht zu mehr gereicht hat, lag auch an der starken Freiburger Leistung. Füllkrug machte noch einen weiteren Grund ausfindig: "Wir haben es irgendwie als Mannschaft nicht so auf den Platz bekommen, wie wir es uns vorgenommen haben. Ich glaube, wir haben oft den zweiten Zweikampf, den zweiten Ball verloren". In der Schlussphase der Partie, als der Sport-Club nochmal drückte, hielt jedoch die in der letzten Saison noch so oft anfällige Defensive, die sich auch beim Auftakt gegen Hertha BSC (1:4) nicht sattelfest gezeigt hatte, letztlich Stand. Das freute auch Füllkrug: "Nach dem ersten Spiel hätte man uns das nicht zugetraut."

Unter dem Strich steht ein vielversprechender Saisonstart mit sieben Punkten aus vier Spielen. Dass man sich an der Weser auf dem momentan Erreichten aber nicht ausruhen darf, zeigt auch ein Blick zurück. Denn auch in der letzten Saison stand Bremen nach vier Spieltagen mit sechs Punkten in der oberen Tabellenhälfte, doch dann verletzte sich Füllkrug und die Negativserie nahm seinen Lauf. Deswegen weiß auch der 27-Jährige: "Es geht immer mehr."

Bremer Schwächen gegen den Ball

Wohl auch deshalb herrschte im Bremer Lager keine allzu große Zufriedenheit. Trainer Florian Kohfeldt war vor allem mit der Art und Weise des Punktgewinns nicht zufrieden: "Es waren verschiedene Phasen im Spiel, gegen den Ball waren wir heute nicht so gut", monierte der Coach. Am kommenden Sonntag gegen Hoffenheim (LIVE! ab 18 Uhr bei kicker) wird der SVW die Chance haben, es wieder besser zu machen.

sts

Bilder zur Partie SC Freiburg - Werder Bremen