Bundesliga

Niclas Füllkrug als Freiburgs Spielverderber

Freiburgs 2:0 zählt nach Videobeweis nicht

Füllkrug als Freiburgs Spielverderber

Vom Elfmeterpunkt erneut eiskalt: Niclas Füllkrug.

Vom Elfmeterpunkt erneut eiskalt: Niclas Füllkrug. imago images

Freiburgs Trainer Christian Streich änderte seine Startformation nach der 0:4-Niederlage gegen Borussia Dortmund lediglich auf einer Position: Grifo begann für Gulde. Damit ging aber eine Systemänderung einher - der SCF spielte wieder im 4-4-2.

Werder Bremen und Trainer Florian Kohfeldt hatten in der Länderspielpause einen schmerzhaften Abgang zu beklagen: Klaassen kehrte zu Ajax Amsterdam zurück. Für den ehemaligen Vizekapitän kam im Vergleich zum 1:0 gegen Arminia Bielefeld Woltemade neu in die Partie.

Lienharts erstes Bundesliga-Tor

Nach verhaltenem Beginn wagte der Ex-Bremer Petersen die erste Torannäherung. Sein Kopfball strich aber knapp über das Tor (9.). In der Folge war der Sport-Club das aktivere Team, Bremen hatte Probleme, ins Spiel zu kommen und fabrizierte sogar fast ein Eigentor: Der neue Vizekapitän Gebre Selassie lenkte eine Hereingabe von Sallai aufs eigene Tor - Pavlenka parierte stark (14.). Beim anschließenden Eckball war dann zu viel Betrieb vor dem Torwart, als dass er das 0:1 verhindern hätte können. Höler zog am langen Pfosten ab und Lienhart bugsierte den Ball aus wenigen Metern über die Linie (16.) - sein erstes Bundesliga-Tor.

2:0 zählt nicht - Elfmeter für Werder

Die Breisgauer suchten weiterhin den Weg in die Offensive und legten vermeintlich das 2:0 nach. Doch nach Einsatz des Videoassistenten war klar, der Treffer von Schmid zählte nicht, da Vorbereiter Sallai sich im Abseits befunden hatte (21.). Nur drei Minuten später gab es den nächsten Nackenschlag für die Gastgeber: Nach Lienharts Fehlpass brachte Höfler Bittencourt im Strafraum zu Fall. Füllkrug blieb vom Punkt eiskalt und erzielte den Ausgleichstreffer (24.). Das Tor gab Bremen mehr Sicherheit - und es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel.

Bundesliga, 4. Spieltag

Bei einer Doppelchance verpassten erst Sargent und dann Woltemade, das Spiel zu drehen (40.) - Füllkrugs vermeintlicher Treffer zählte wegen Abseits nicht (42.). Defensiv ließ Werder den Freiburgern aber oftmals noch zu viel Platz. So kam Grifo nur allzu leicht zum Abschluss, scheiterte allerdings am gut reagierenden Pavlenka (44.).

Werder trifft die Latte

Nach Wiederbeginn nahm das Spiel schnell wieder Fahrt auf, Mbom traf mit einer verunglückten Flanke gleich mal die Oberkante der Latte (47.). Auch der Sport-Club war gleich voll da - Petersen wurde erst von Friedl geblockt und schoss den Abpraller selbst neben das Tor (52.).

Danach verflachte die Partie etwas. Wenn etwas bei Werder ging, dann über die linke Seite von Augustinsson - Bittencourt köpfte eine Hereingabe des Schweden aus wenigen Metern nur über das Tor (61.). Wenig später prüfte Möhwald Keeper Müller aus der Distanz (64.). Die Freiburger waren vor allem dann gefährlich, wenn es direkt und schnell ging: Schmid scheiterte nach Doppelpass mit Kwon an Pavlenka (73.).

In der Schlussphase hatte Freiburg ein optisches Übergewicht, oft fehlte aber der letzte Pass, um das Siegtor noch zu erzielen. Bremen schien hingegen mit dem Auswärtspunkt gut leben zu können und verteidigte das Ergebnis bis zum Schluss.

Am nächsten Samstag (15.30 Uhr) spielt der SC Freiburg auswärts gegen Union Berlin. Werder hat am Sonntag (18 Uhr) die TSG aus Hoffenheim zu Gast.

Bilder zur Partie SC Freiburg - Werder Bremen