Bundesliga

Teuchert nach 1:0 gegen Leverkusen: "Keiner spielt gerne gegen uns"

Union bleibt gegen Spitzenklubs unbesiegt - nun wartet Leipzig

"Frühstarter" Teuchert: "Keine Mannschaft spielt gerne gegen uns"

Entscheidende Szene: Cedric Teuchert (M.) trifft mit etwas Glück zum goldenen Tor gegen Leverkusen.

Entscheidende Szene: Cedric Teuchert (M.) trifft mit etwas Glück zum goldenen Tor gegen Leverkusen. imago images

1:1 in Gladbach, 1:1 gegen Bayern, 2:1 gegen Dortmund, 2:2 gegen Wolfsburg - und am Freitagabend nun 1:0 gegen Leverkusen. Union spielt in der Saison 2020/21, in der die Eisernen nach dem Erfolg gegen Bayer nun vorerst sogar auf den Champions-League-Platz vier vorrückten, besonders gerne gegen Topteams. "Vor der Saison hätte keiner damit gerechnet, dass wir da stehen, wo wir stehen. Nichtsdestotrotz betrachten wir das Ganze nüchtern, wir haben ein ganz klares Saisonziel gesteckt. Aber ich glaube, im Moment spielt keine Mannschaft gerne gegen uns, und es macht sehr, sehr viel Spaß", freute sich Cedric Teuchert bei DAZN nach dem Spiel, das er selbst spät mit dem goldenen Tor zum 1:0 entschieden hatte.

Teuchert und die späten Tore

"Ich hatte wahrscheinlich das Glück, das ich bei meiner ersten Chance nicht hatte. Am Ende hatte ich nach dem langen Lauf keine Kraft mehr, habe einfach geschossen und bin natürlich glücklich, dass er reinging", beschrieb Teuchert seinen Treffer, bei dem er davon profitiert hatte, dass der Ball vom Oberschenkel von Bayer-Schlussmann Lukas Hradecky im hohen Bogen ins Tor flog. Und er spielte dabei auf ein wenig ausgleichende Gerechtigkeit hinsichtlich einer Großchance in der 50. Minute an, als er mit einem Schuss am Innenpfosten gescheitert war und der Ball anschließend parallel zur Torlinie sogar noch den Pfosten auf der gegenüberliegende Seite des Tores touchiert hatte.

Spielersteckbrief Teuchert
Teuchert

Teuchert Cedric

Spielersteckbrief C. Lenz
C. Lenz

Lenz Christopher

Trainersteckbrief Fischer
Fischer

Fischer Urs

Kurios: Der Treffer gegen die Werkself in der 88. Minute war Teucherts frühester seiner bislang drei Saisontreffer. Denn sein erstes Tor der Spielzeit 2020/21 hatte er erst tief in der Nachspielzeit zum 3:1-Endstand für Union bei der TSG Hoffenheim erzielt (90.+4). Sein zweiter Treffer folgte einen Spieltag später gegen Arminia Bielefeld zum 5:0-Endstand (89.).

Lenz freut sich über taktischen Kniff

Christopher Lenz, der das Tor des Abends mit einem Traumpass aus der eigenen Hälfte vorbereitet hatte, sah vor allen Dingen in einer Maßnahme aus der Halbzeit den Grundstein zum Erfolg: So habe er vor der Pause noch einige Probleme mit seinen wechselnden - und sehr agilen - Gegenspielern Moussa Diaby und Leon Bailey gehabt. Die Umstellung sei dann erfolgt, um "es in der Fünferkette noch ein wenig enger machen und dann besser und mit mehr Risiko in die Eins-gegen-eins-Duelle gehen" zu können. "Man hat gesehen, dass das dann auch funktioniert hat", so Lenz weiter.

Wie Teuchert will Lenz vom internationalem Geschäft in der kommenden Saison noch nichts wissen. "Unsere Ziele sind andere. Wir haben drei Punkte mehr für unser Ziel 40 Punkte", meint er. Nichtsdestotrotz reisen die Köpenicker nun ohne Angst nach Leipzig (Mittwoch, 20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) - zum letzten verbliebenen Konkurrenten aus der Spitzengruppe, gegen den sie noch nicht gespielt haben. "Wir haben in den letzten Wochen auch gewisse Gegner besiegt oder Punkte mitgenommen. Wir fahren da mit viel Selbstvertrauen hin und wollen natürlich auch da Punkte holen." So, wie bislang gegen alle Spitzenteams.

Lesen Sie auch: Gentner vor Comeback - "Alter schützt vor Dummheit nicht"

jom

Bilder zur Partie 1. FC Union Berlin - Arminia Bielefeld