3. Liga

"Frontmann Simak - das wäre schön"

Jena: Jenas Präsident Rainer Zipfel über die Zukunft des Vereins

"Frontmann Simak - das wäre schön"

Möchte den FC Carl-Zeiss Jena wieder auf Kurs bringen: Präsident Rainer Zipfel.

Möchte den FC Carl-Zeiss Jena wieder auf Kurs bringen: Präsident Rainer Zipfel. imago

kicker: Herr Zipfel, wie bekommt ein Vereinspräsident innerhalb von zwei Wochen 1,2 Millionen Euro?

Rainer Zipfel: Also, eine lockere und einfache Nummer war das freilich nicht. Ich freue mich sehr, dass ich bei keinem Geldgeber abgeblitzt bin. Und die, die gesagt haben, dass sie wieder dabei sind, wenn wieder Kompetenz einzieht, haben Wort gehalten. So wie unser Aufsichtsratschef Dr. Reinhardt Töpel, der sein Engagement als Hauptsponsor mit 300 000 Euro verlängert hat. Das ist nicht selbstverständlich, und dafür sind wir ihm sehr dankbar.

kicker: Ist die finanzielle Talsohle damit durchschritten und überstanden?

Zipfel: Nein. Wir haben mit der Erfüllung der Lizenzbedingungen einen ersten Teilerfolg landen können, der uns optimistisch mit unseren Unterlagen nach Frankfurt fahren lässt. Wir machen gerade einen Kassensturz und eine Hochrechnung, wie es zum 30. Juni tatsächlich aussieht. Überdies wollen wir die Herangehensweise in Sachen Geldverteilung ändern.

Spielersteckbrief Simak
Simak

Simak Jan

Carl Zeiss Jena - Vereinsdaten
Carl Zeiss Jena

Gründungsdatum

13.05.1903

Vereinsfarben

Blau-Gelb-Weiß

kicker: Was heißt das für Sie konkret?

Zipfel: Bisher wurde geschaut, wie viel Geld braucht der Nachwuchs, die Geschäftsstelle et cetera. Was übrig blieb, war der Personaletat für die erste Mannschaft. Doch die ist unser Aushängeschild. Deshalb werden wir künftig zuerst deren Etat festlegen, und danach hat sich der Rest des Vereins zu richten.

kicker: Die Mannschaft wird ein komplett neues Gesicht erhalten. Mit dem bundesligaerfahrenen Jan Simak als Frontmann?

Zipfel: Es wäre schön, wenn das gelänge. Die sportliche Leitung hat mir mitgeteilt, mit welchen Spielern sie plant und mit welchen nicht. Diese Gespräche laufen in den nächsten Tagen. Denn manche haben noch einen Vertrag. Dazu kann ich nicht ausschließen, dass es auch außerhalb der ersten Mannschaft Veränderungen geben wird.

Interview: Michael Ulbrich