3. Liga

Meppens Trainer Frings spricht nach Halles Tor von Unsportlichkeit

Diskussionen nach Treffer von Eberwein

Frings über HFC-Tor: "Für mich ist es eine Unsportlichkeit"

Das zwischenzeitliche 1:1 sorgte für heftige Diskussionen.

Das zwischenzeitliche 1:1 sorgte für heftige Diskussionen. imago images

Freitagabend in der Hänsch-Arena in Meppen. Beim Spiel des Gastgebers gegen den Halleschen FC läuft die 44. Spielminute. HFC-Stürmer Terrence Boyd geht an der Strafraumgrenze mit Hasan Amin in den Zweikampf, fällt und schreit laut auf. Ein Pfiff bleibt aus. Der Ball landet bei Meppen-Verteidiger Jeron Al-Hazaimeh. Der 29-Jährige bleibt stehen, hebt die Hände, zeigt an, das Spiel unterbrechen zu wollen. Aber erst als ihn Jonas Nietfeld anläuft, versucht er, den Ball zu klären - und spitzelt das Leder direkt zu Braydon Manu. Der überlegt kurz und setzt dann inmitten der Verwirrung Michael Eberwein in Szene. Der schiebt ein. Das zwischenzeitliche 1:1.

Mit dem Tor entbrannte eine hitzige Diskussion. Manche Meppener protestierten bei Schiedsrichter Max Burda, andere konfrontierten Halle-Spieler. Doch das Tor zählte, Burda hatte das Spiel nicht unterbrochen. Mit dem Treffer endete die erste Hälfte, beim Gang in die Kabine suchte Meppen-Trainer Torsten Frings noch das Gespräch mit dem Unparteiischen.

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Frings war es dann auch, der nach dem Spiel die Halle-Spieler kritisierte. "Für mich ist eine Unsportlichkeit, weil man das einfach nicht macht", so der ehemalige Nationalspieler gegenüber dem NDR. Al-Hazaimeh selbst erklärte bei "MagentaSport": "Dass ich den Ball einfach wegschlagen muss, ist klar. Aber mit meiner Körpersprache habe ich ein klares Signal gegeben. Jeder hat gesehen, dass ich aufgehört habe zu spielen. Dass Halle weiterspielt, geht nicht."

Die kleinen Kids, die gucken auf uns und wenn dann so weitergespielt wird, dann ist das für mich nicht fair gewesen.

Jeron Al-Hazaimeh

"Da fehlt mir ein bisschen das Fair-Play. Wir sind Vorbilder", monierte der Verteidiger und nahm seine Gegenspieler in die Pflicht. "Die kleinen Kids, die gucken auf uns und wenn dann so weitergespielt wird, dann ist das für mich nicht fair gewesen."

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Der HFC hingegen entgegnete in Person des Torschützen: "Wenn er ihn einfach vernünftig klärt, dann würden wir auch nicht weiterspielen", so Eberwein. "Einen Fairplay-Preis bekommen wir dafür sicher nicht, aber einen großen Vorwurf kann man uns in der Szene auch nicht machen."

Auch nach dem Spiel sorgte das Tor für Diskussionen - obwohl Meppen mit dem 2:1-Sieg den zweiten Dreier in Folge holte und sich weiter von den Abstiegsrängen absetzte. Auf der anderen Seite gelang es Halle im vierten Anlauf hintereinander nicht, einen Sieg zu holen. Der Frust saß auch beim HFC-Sportchef Ralf Heskamp tief, der ein ernüchterndes Fazit abgab: "Bei einem Sieg hätten wir uns aus der unteren Hälfte raushalten können. Jetzt aber geht es nur noch gegen den Abstieg."

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