2. Bundesliga

Friedl über den Werder-Spirit: "Ein Rad greift ins andere"

Bremer Moral, Wille und Teamgeist

Friedl über den Werder-Spirit: "Ein Rad greift ins andere"

Nach fünf Siegen in Serie bestens gelaunt: Marco Friedl.

Nach fünf Siegen in Serie bestens gelaunt: Marco Friedl. imago images/Nordphoto

Die erste Reaktion von Marco Friedl fällt knapp aus, "ganz schwierig", entgegnet er einigermaßen überfragt, wann er denn das letzte Mal Teil eines Kabinenfotos beim SV Werder Bremen war. Also, vor vergangenem Samstag, als der Zweitligist die Partie nach einem 1:3-Rückstand in Paderborn noch in ein 4:3 gedreht hatte und anschließend eine Aufnahme aus dem Innersten der Benteler Arena in Bremer Kreisen viral gegangen war. "Es ist auf jeden Fall schon einige Zeit her", sagte Friedl am Mittwochnachmittag, "aber ich glaube, das Bild spiegelt die aktuelle Situation gut wider."

Wir wollen diese Siegesserie nicht einfach so herschenken.

Marco Friedl

Die fünf Siege in Folge seit der Amtsübernahme von Trainer Ole Werner befeuern die Positiv-Stimmung am Osterdeich. "Jeder ist happy, wie es gerade läuft", erklärt der Österreicher und betont: "Wir wollen diese Siegesserie nicht einfach so herschenken." In der Tabelle hat sie den Klub bislang auf den Relegationsplatz befördert. "Wenn die Ergebnisse stimmen, ist die Laune und alles drumherum auch noch mal besser", so Friedl.

Sieg in Paderborn beweist "super Moral"

Die Partie in Paderborn sei ein Beleg für die "super Moral in der Mannschaft" gewesen, sagt der 23-Jährige: "Der Wille war über die 90 Minuten zu sehen, auch wenn es kein super Spiel von uns war." Als umso hilfreicher stelle sich da das aktuelle Bremer Bewusstsein heraus, "dass gerade jedes Rad ins andere greift". Friedl weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Team inzwischen "voll und ganz zusammengewachsen" sei, "auch die Spieler, die ein bisschen weniger gespielt haben".

Dieser Werder-Spirit könnte auch mit Blick auf die weiteren Ambitionen des Verteidigers noch wichtig werden, denn: "Wir haben noch eine lange Saison vor uns und wir haben viele Dinge, die wir als Mannschaft noch schaffen wollen. Auch ich habe Ziele für mich - und die will ich erreichen." Worum es sich dabei genau handelt, dürfte wohl nicht besonders schwerfallen zu erraten.

Tim Lüddecke

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