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Freuden-Tränen nach Sieg gegen Hongkong: Damen haben WM-Medaille sicher

Deutsche Damen biegen 0:2-Rückstand um

Freuden-Tränen nach Sieg gegen Hongkong: Damen haben WM-Medaille sicher

Nina Mittelham und das deutsche Damen-Team jubelt nach dem Sieg gegen Hongkong.

Nina Mittelham und das deutsche Damen-Team jubelt nach dem Sieg gegen Hongkong. IMAGO/Xinhua

Die deutschen Tischtennis-Spielerinnen haben bei der Team-WM in China ihre erste Medaille seit 2010 sicher. Nach einem 0:2-Rückstand gewannen Han Ying (KTS Tarnobrzeg), Nina Mittelham und Shan Xiaona (beide TTC Berlin Eastside) ihr Viertelfinale gegen Hongkong am Donnerstag noch mit 3:2. Vize-Europameisterin Mittelham holte dabei gegen Minnie Soo den entscheidenden dritten Punkt.

Mittelham weint vor Erleichterung

"Ich bin mehr als erleichtert, denn das war kein einfaches Spiel", sagte die 25-Jährige. "Als ich beim Stand von 2:2 in die Box ging, sagte Ying zu mir: "Du kannst nur gewinnen. Wir hatten schon fast verloren". Als ich dann den Matchball verwandelt hatte, liefen alle anderen in die Box. Und ich habe angefangen zu weinen, weil ich so erleichtert war. Ich freue mich gerade sehr."

Bei den Olympischen Spielen im vergangenen Jahr hatte das Team von Bundestrainerin Tamara Boros gegen Hongkong noch das Spiel um die Bronzemedaille verloren. Bei einer WM wird der dritte Platz jedoch nicht extra ausgespielt.

Japan oder Slowakei warten

Auch bei der Olympia-Revanche in Chengdu sah es zunächst schlecht aus, weil Han (gegen Minnie Soo) und Mittelham (gegen Zhu Chengzhu) ihre Auftaktspiele verloren. Die in China geborene Shan Xiaona leitete mit einem 3:1-Sieg gegen Lee Ho Ching jedoch die Wende ein. "Unter Druck spiele ich eigentlich ungern. Aber ich habe auch schon viel erlebt", sagte die 39-Jährige. "Ich wusste: Wenn ich gewinne, kann die ganze Mannschaft auch noch gewinnen." Halbfinal-Gegnerinnen sind nun entweder Japan oder die Slowakei.

sid, dpa