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French Open 2022: Favoriten, Preisgelder, TV und Stream

Alles Wichtige zu Roland Garros

French Open 2022: Favoriten, deutsche Chancen, Preisgelder, TV und Stream

Er wird in Paris sehr oft das Netz passieren: Der offizielle Spielball.

Er wird in Paris sehr oft das Netz passieren: Der offizielle Spielball. IMAGO/ZUMA Wire

Keine Beschränkungen für Zuschauer

Vom 22. Mai bis zum 5. Juni 2022 wird der Mittelpunkt der Tennis-Welt Paris sein. Beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres werden die Sieger gesucht. Das Besondere dabei: Erstmals seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie wird es keinerlei Beschränkungen geben - für Stimmung auf den Tribünen dürfte also gesorgt sein.

Favoriten

Bei den Herren gibt es diesmal keinen klaren Favoriten, vielmehr werden gleich drei Spielern gute Chancen eingeräumt. Neben Rekord-Sieger Rafael Nadal (13 Titel in Roland Garros) wären da auch Titelverteidiger Novak Djokovic sowie der zuletzt phänomenal spielende spanische Jungstar Carlos Alcaraz zu nennen. Alcaraz gewann nicht nur das Masters in Miami, sondern auch das in Madrid - und da besiegte er sowohl Nadal als auch Djokovic und im Finale auch noch Alexander Zverev. In Rom pausierte Alcaraz, was Djokovic direkt auf den Plan rief. Der Serbe gewann das Turnier ohne Satzverlust und zeigte sich nach schwachem Saisonstart unmittelbar vor Paris in guter Form.

Bei Nadal ist indes nicht so klar, wie es um seine Form steht. Dem Rekord-Grand-Slam-Champion machte zuletzt wieder eine chronische Verletzung am linken Fuß, das sogenannte Müller-Weiss-Syndrom, zu schaffen. Nach seinem Achtelfinal-Aus gegen Denis Shapovalov in Rom gab der Iberer dann auch zu, dass er Probleme habe. "Es ist schwierig für mich, mehrere Tage hintereinander richtig zu trainieren", sagte der 36-Jährige und betonte, dass man sich gut bewegen müsse, "um höchstes Niveau zu spielen - und das kann ich nicht üben". Was Nadal aber auf jeden Fall kann, ist kämpfen - und das hat er auch angekündigt.

Und Alexander Zverev?

Alexander Zverev

Zählt diesmal nicht zu den Topfavoriten: Alexander Zverev. IMAGO/ZUMA Wire

Die deutsche Nummer eins ist in diesem Jahr noch immer titellos, zeigte zuletzt aber aufsteigende Form. Finale in Madrid, Halbfinale in Rom - das kann sich sehen lassen. Dennoch zählt Zverev diesmal nicht zum engeren Favoritenkreis. Für den 25-Jährigen, der inzwischen den ehemaligen French-Open-Sieger Sergi Bruguera in seinem Trainerteam weiß, vielleicht gar nicht so schlecht - Zverev kann befreit aufspielen.

Die Auslosung meinte es mit dem Deutschen aber nicht so gut. Alcaraz droht bereits im Viertelfinale, im Halbfinale könnten Nadal oder Djokovic warten. Im anderen Zweig tummeln sich nach längerer Verletzungspause der Weltranglistenzweite Daniil Medvedev, der auf Sand aber nur selten überzeugt, und Vorjahres-Finalist Stefanos Tsitsipas.

Favoritin

Bei den Frauen dürfte kein Weg an der aktuell so formstarken Iga Swiatek vorbeiführen. Die Polin hat das Turnier 2020 - damals noch völlig überraschend - gewonnen, geht nun aber als haushohe Favoritin an den Start. Seit dem überraschenden Karriereende von Ash Barty dominiert die 20-jährige Swiatek die Konkurrenz. Die Weltranglistenerste gewann in diesem Jahr schon fünf Turniere und hat ihre vergangenen 28 Spiele allesamt gewonnen. Eine bessere Siegesserie hatte zuletzt Justin Henin 2008. Neben Swiatek sollte man aber auch Titelverteidigerin und Nummer 2 der Welt Barbora Krejcikova, die Weltranglistendritte Paula Badosa und die zuletzt formstarke Ons Jabeur auf dem Zettel haben.

Und Angelique Kerber?

Die beste deutsche Spielerin Angelique Kerber fühlt sich traditionell in Paris nicht wirklich wohl, überstand 2018 letztmals die erste Runde. Hinzu kommt, dass sie bislang eine enttäuschende Saison spielt. Es gibt aber einen Hoffnungsschimmer: Just vor den French Open zeigte sie in Straßburg aufsteigende Form, erreichte dort ihr erstes Halbfinale seit Wimbledon 2021.

Neue Regel im Entscheidungssatz: Tiebreak bis 10

Galten im vergangenen Jahr bei jedem Major unterschiedliche Regelungen im Hinblick auf die Entscheidungsfindung im letzten Satz, so wurde dies 2022 vereinheitlicht. Wie schon in Melbourne praktiziert, wird beim Stand von 6:6 im finalen Satz ein Match-Tiebreak bis zehn Punkte gespielt.

Preisgeld

Insgesamt werden bei dem prestigeträchtigen Turnier 44 Millionen Euro ausgeschüttet. Die Verteilung ist bei Herren und Damen gleich. 2,2 Millionen Euro streicht der Sieger bzw. die Siegerin ein, 1,1 Millionen gibt's immer noch für die Finalisten. Die weitere Verteilung ist wie folgt: Halbfinale 600.000 Euro, Viertelfinale 380.000, 3. Runde 125.800 Euro, 2. Runde 86.000 Euro und 1. Runde 62.000 Euro.

Übertragung in TV und Stream

Wie gewohnt wird Eurosport im Free-TV ein umfangreiches Programm anbieten - weitere Matches gibt es via Stream im Eurosport-Angebot bei Joyn Plus. Boris Becker wird wegen seiner Haftstrafe nicht als Experte dabei sein, dafür wird Mischa Zverev mehr Screentime erhalten. Barbara Rittner wird indes wie gewohnt als Expertin bei Eurosport zum Einsatz kommen.

drm

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