Bundesliga

Freiburger "Momentaufnahmen" - Streich: "Zeigt eine Tendenz"

Sport-Club will erfolgreichen Saisonstart in Wolfsburg fortsetzen

Freiburger "Momentaufnahmen" - Streich: "Zeigt eine Tendenz"

Zeigt die Tendenz weiter nach oben? Christian Streich und sein SC Freiburg wollen auch in Wolfsburg bestehen.

Zeigt die Tendenz weiter nach oben? Christian Streich und sein SC Freiburg wollen auch in Wolfsburg bestehen. Getty Images

Dass der SC Freiburg der einzige noch ungeschlagene Bundesligist ist und damit auch in Europa zu einem ganz erlesenen Kreis gehört, findet Trainer Christian Streich "super". Das sei zwar nur "eine Momentaufnahme, aber es zeigt eine Tendenz". Die Mannschaft habe sich "ein gewisses Maß an Selbstbewusstsein erarbeitet und erspielt", sie sei stabil, und die 16 bislang geholten Punkte des Tabellenvierten seien verdient. Streich ist zufrieden mit allen Mannschaftsteilen. "Wenn du eine gute Anzahl an Torchancen hast, hat es oft auch etwas mit den Innenverteidigern zu tun", erklärte er, "und wenn du wenig Torchancen zulässt, hat es immer auch viel mit den Angreifern zu tun."

Bei dem Auswärtsspiel in Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker), will er genau dieses "Ganzheitliche" wieder sehen, "weil uns das den größten Erfolg verspricht". Dann werde der VfL es schwer haben, die erste Mannschaft zu sein, die den Sport-Club in dieser Saison bezwingt. Beim nächsten Gegner hat Streich in der Spielanalyse "Probleme" ausgemacht, die er aber nur mit seinen Spielern besprechen will, "aus Respekt vor Wolfsburg" und weil er "nicht zu viel preisgeben" will. "Erfahrung haben sie immer noch genug, sie sind aber nicht gefestigt", sagte der SC-Coach.

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Dass die Freiburger das zu Beginn dieser Saison sind, liegt an ihrem eingespielten Kader, der zudem an Breite und Qualität gewonnen hat. Das zeigte nicht zuletzt die Ersatzbank im Heimspiel gegen Leipzig, die mit vielen Stammspielern der vergangenen Saison namhaft besetzt war. Allerdings könne auch das eine "Momentaufnahme" gewesen sein und am Samstag schon wieder anders aussehen, so Streich. Schließlich ist noch nicht klar, ob Roland Sallai (Schlag aufs Knie), Lukas Kübler (nach Infekt) und auch der neu zu den angeschlagenen hinzu gekommene Nils Petersen (Knieprobleme) überhaupt spielen können.

Jobsharing zwischen Sildillia und Kübler?

Andererseits warten auch einige darauf, mal wieder eine Chance zu bekommen. Dass gegen Leipzig überraschend der 19-jährige Kiliann Sildillia in der Bundesliga das Vertrauen erhielt, zeige auch anderen im Kader, "wie schnell es im Fußball gehen kann", findet der SC-Coach. Von den erfahreneren Spielern sei nach den Doppelausfall auf der rechten Seite aber keiner richtig in Frage gekommen. Und deswegen werde in Wolfsburg entweder erneut der junge Franzose oder Kübler auf der Position auflaufen. "Vielleicht machen sie auch ein Jobsharing", sagte Streich, und bezog das auf die beiden kommenden Spiele in der Bundesliga und im Pokal.

Auf die Partie am Dienstagabend in Osnabrück könnten auch andere Hoffnungen setzen, die zuletzt außen vor waren. Obwohl die Spieler wegen der Erfolge einsehen würden, dass es nicht viele Gründe für Wechsel gegeben habe, weiß der SC-Trainer auch, dass sie nicht zufrieden sind. Die Frage, was er "dem einzelnen Spieler bieten kann, der nicht so viel zum Einsatz kam", nehme von der Spielvorbereitung viel Zeit ein, gab er zu.

Ab 30. Oktober gelten auch im Freiburger Stadion die 2G-Bedingungen

Bei beiden Auswärtsspielen in Wolfsburg und an der Bremer Brücke in Osnabrück gilt für Zuschauer die 2G-Regel (Zutritt nur für Geimpfte und Genesene), die am Wochenende darauf auch im eigenen Stadion in Kraft tritt. Wie der Sport-Club am Donnerstag offiziell mitgeteilt hat, gelten ab dem Heimspiel gegen Fürth (30. Oktober) auch in Freiburg die 2G-Bedingungen, die eine Vollauslastung möglich machen und eine Aktivierung der 25.000 Dauerkarten bedeuten. Bei der U 23 des SC in der 3. Liga und bei den Bundesliga-Frauen des SC gilt hingegen weiterhin die 3G-Regelung.

Daniela Frahm

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