3. Liga

SC-Talente: Ezekwem stabil, Weißhaupt torgefährlich

SC-Talente mit der zweiten Mannschaft erfolgreich

Freiburger Jungprofis in der 3. Liga: Ezekwem stabil, Weißhaupt torgefährlich

Auffällig in Liga 3: Kimberly Ezekwem.

Auffällig in Liga 3: Kimberly Ezekwem. Getty Images

Beim 4:2-Sieg des SC Freiburg II gegen Türkgücü München am Dienstagabend war Kimberly Ezekwem 90 Minuten auf dem Platz, so wie am Freitag beim 1:1 bei Borussia Dortmunds Zweitvertretung. Der Linksverteidiger gehörte gegen die Münchner neben Doppeltorschütze Noah Weißhaupt zu den auffälligsten SC-Spielern. Der 20-Jährige war defensiv zuverlässig und leitete mit seinen häufigen offensiven Vorstößen gute Torchancen ein. Nach einer langwierigen Muskelverletzung, die ihn rund drei Monate zum Zuschauen zwang, scheint Ezekwem wieder in der Form zu sein, die er in der vergangenen Aufstiegssaison beim SC II hatte.

SC-Trainer Christian Streich hatte schon im November berichtet, dass bei Ezekwem "mehrere Baustellen aufgearbeitet wurden, die schon länger zurückliegen". Physios und Ärzte hätten gute Arbeit geleistet. Im Dezember kehrte Ezekwem in der 3. Liga auf den Platz zurück, zunächst für jeweils etwa eine halbe Stunde in zwei Spielen, danach wurde die Einsatzzeit gesteigert. Jetzt kann er wieder über die volle Distanz gehen. Und auch wenn er nicht an den entscheidenden Toren beteiligt war, so war er doch ein großer Faktor als es darum ging, das junge Team nach dem Rückstand in der zweiten Hälfte wieder voranzutreiben.

Weißhaupts erste Profitore

Ezekwem gehört zu den sechs Youngstern, die vom Sport-Club vor dieser Saison aus der U 23 in den Profikader befördert wurden. Er hatte allerdings noch keinen Einsatz in der Bundesliga, im Gegensatz zu Noah Weißhaupt, der gegen Türkgücü zweimal traf - zum 1:0 allerdings mit Beteiligung des Arms, die nicht geahndet wurde, und bei einem Konter in der Nachspielzeit zum 4:2-Endstand. Es waren seine ersten Profitore. Zuletzt gehörte der 20-jährige Offensivspieler häufig zum Bundesligakader, kam aber nur bei der Niederlage in Dortmund zum Einsatz, wo er Lehrgeld bezahlen musste. Am Dienstagabend konnte er in der 3. Liga seine Stärken im Eins-gegen-eins ausspielen, und verpasste weitere Treffer nur knapp.

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"Wir haben zwischenzeitlich Balleroberungen zugelassen, waren zu unsauber im Passpiel und haben den Gegner so wieder ins Spiel zurückgeholt", sagte SC-II-Coach Thomas Stamm über die zweite Halbzeit, in der die Freiburger die beiden Gegentore innerhalb von rund fünf Minuten kassierten. "Aber es sind junge Spieler, die da auf dem Platz stehen und die vielleicht noch nicht immer die nötige Stabilität haben", fügte Stamm hinzu. Das gilt auch für Ezekwem und Weißhaupt, auch wenn sie zu den Leistungsträgern beim Heimsieg gehörten.

Dazu beigetragen hat auch Kiliann Sildillia, der nach überstandener Corona-Infektion sein Comeback in der zweiten Mannschaft gab, zunächst auf der linken, und nach einem verletzungsbedingten Wechsel auf der rechten Innenverteidigerposition. Stürmer Nishan Burkart, der häufiger im Drittligakader als im Bundesligakader stand, fehlte hingegen angeschlagen.

Angesichts der Ligapause im Oberhaus gibt es am Freitag im Auswärtsspiel in Würzburg die nächste Chance für den SC-Nachwuchs, sich in der 3. Liga zu präsentieren. Zumindest für diejenigen, die nicht im Testspiel des Bundesligisten am Donnerstag gegen den SV Sandhausen dabei sind.

Daniela Frahm