Bundesliga

Freiburg: Geballte Personalsorgen - Neues zu Schmid

Fünf Ausfälle und fünf Angeschlagene vor dem Spiel gegen Fürth

Freiburg: Geballte Personalsorgen - Neues zu Schmid

Die Personalsorgen werden größer: Christian Streich.

Die Personalsorgen werden größer: Christian Streich. imago images

"Wir hatten lange Ruhe, haben viel investiert. Aber es gibt Phasen, in denen mal jemand für ein paar Wochen ausfällt", sagte Christian Streich am Donnerstag. Auf fünf Spieler muss er im zweiten Heimspiel im neuen Europa-Park-Stadion am Samstag gegen Fürth sicher verzichten: Nils Petersen, Roland Sallai, Jonathan Schmid, Yannik Keitel und Kimberly Ezekwem.

Petersen, der in Wolfsburg noch eingewechselt wurde, vor dem Pokalspiel in Osnabrück (2:3 i.E.) aber schon nach Freiburg reiste und Sallai, der schon in Wolfsburg im Kader fehlte, haben mit hartnäckigeren Problematiken im Knie zu kämpfen. "Bei Nils ist es nicht das Knie, bei dem er im Sommer die Arthroskopie hatte. Aber als junger Kerl mit 18 hatte er in diesem Knie schon mal einen Eingriff", erzählte Streich, der hofft, dass die medizinische Abteilung die Verletzung mit konservativer Therapie in den Griff bekommt.

Mit Petersen und Sallai ist in den Partien gegen Fürth und in München vor der nächsten Länderspielphase nicht zu rechnen, dann werde eine neue Bestandsaufnahme erfolgen. Sallai werde also höchstwahrscheinlich auch Ungarns Nationalteam absagen müssen, so Streich.

Jonathan Schmid

Auf dem Weg der Besserung: Jonathan Schmid. imago images/Beautiful Sports

Schmid braucht noch eine Weile

Talent Ezekwem, das noch keinen Profieinsatz absolviert hat, befindet sich nach einer Muskelverletzung weiterhin im Aufbautraining. Während mit U-21-Nationalspieler Yannik Keitel, der sich trotz vollständigen Impfschutzes vergangene Woche mit COVID-19 infizierte, bald wieder zu rechnen ist, wird Jonathan Schmid noch eine Weile brauchen.

Der französische Leistungsträger musste sich nach dem zweiten Spieltag zunächst wegen eines Coronafalls im häuslichen Umfeld in Quarantäne begeben. Eine solche Anordnung galt bereits Ende August nur für Personen ohne Impfschutz oder Genesenennachweis.

Mutmaßlich deshalb wurde der Rechtsverteidiger von seiner Anfang September folgenden COVID-19-Infektion heftiger zurückgeworfen als andere Spieler. Der 31-Jährige fehlt seitdem und weiterhin auf unabsehbare Zeit.

Über einen Zeitpunkt der vollständigen Rückkehr auf den Rasen zu sprechen, wäre "reine Spekulation", betonte Streich am Donnerstag erneut, übermittelte aber auch erfreuliche Neuigkeiten über Schmid: "Er nimmt langsam wieder an Gewicht zu, seine Lungenwerte und die Werte der anderen Organe sind gut. Das sind positive Zeichen. Wir lassen ihn jetzt völlig in Ruhe mit den Physiotherapeuten und meinen Mit-Trainern arbeiten und schauen, wann er zurückkommt."

Große Sorgen im zentralen Mittelfeld

Neben diesem Quintett sind weitere fünf Akteure derzeit angeschlagen. Nicolas Höfler verzichtete in Osnabrück wegen muskulärer Probleme auf einen Einsatz, Philipp Lienhart wurde an der Bremer Brücke nach einer Schädelprellung ausgewechselt und Lukas Kübler, Nico Schlotterbeck sowie Maximilian Eggestein überstanden den intensiven Pokalfight nur mit Blessuren. Bei allen bestehe zwar noch Hoffnung auf eine Einsatzmöglichkeit am Samstag, so Streich, weitere Ausfälle sind aber ebenso gut möglich. 

Besonders im zentralen Mittelfeld sind die Sorgen am größten. Sollten neben Keitel tatsächlich auch Höfler und Eggestein pausieren müssen, stünde nur noch Janik Haberer als etatmäßiger Sechser zur Verfügung. Dessen Einsatz in Osnabrück habe wegen Blessuren ebenso auf der Kippe gestanden, verriet Streich.

Carsten Schröter-Lorenz