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Frauen-Bundesliga: Arbeiten, um wettbewerbsfähig zu bleiben

Am Freitag eröffnet Meister Wolfsburg die neue Saison

Frauen-Bundesliga: Arbeiten, um wettbewerbsfähig zu bleiben

Der VfL Wolfsburg ist im deutschen Frauen-Fußball das Maß aller Dinge.

Der VfL Wolfsburg ist im deutschen Frauen-Fußball das Maß aller Dinge. imago images#

Der Wettstreit im internationalen Vergleich hat ein hohes Niveau. Für die Bundesliga geht es nun darum, im Vergleich zu den Top-Ligen in Spanien, Frankreich und England nicht weiter abzurutschen. Diese Meinung des Vorsitzenden des DFB-Ausschusses Frauen-Bundesligen, Siegfried Dietrich, teilten am Mittwoch während der Saison-Eröffnungs-Pressekonferenz hochrangige Vertreter des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und von Vereinen.

"Wir haben mittlerweile eine hohe Zentralvermarktung, es gibt acht Teams, die unter dem Dach von Lizenzvereinen der Männer-Bundesliga spielen, aber immer noch suchen die Top-Spielerinnen der Bundesliga den Weg ins Ausland", sagte Dietrich. Er räumte aber gleichzeitig ein, dass die Liga auch immer noch interessant ist für gute Spielerinnen aus anderen Ländern.

Allerdings können bei Weitem nicht alle Top-Spielerinnen gehalten werden. Das zeigt das jüngste Beispiel Pernille Harder. Die Torschützenkönigin und Fußballerin des Jahres zog es von Meister Wolfsburg zum FC Chelsea. "Wir hatten keinerlei Chance, sie hier zu halten", sagte Kellermann, Sportlicher Leiter des VfL Wolfsburg, und betonte, dieser Wechsel sei ein Fingerzeig, wohin die Reise ginge.

Manuel Hartmann, DFB-Abteilungsleiter Spielbetrieb Ligen und Wettbewerbe, sagte, man arbeite weiter akribisch an der Entwicklung der Bundesliga. Beleg dafür sei die Tatsache, dass mittlerweile drei TV-Anstalten berichten, dass vor dem Lockdown 20 Prozent mehr Zuschauer in die Stadien kamen. "Wir hatten schon vor der vergangenen Saison gute Konzepte aufgestellt, die die Attraktivität in den Stadien erhöhen. Nach der Corona-Krise müssen wir sehen, dass wir bei der Umsetzung schnell wieder Fahrt aufnehmen."

Die neue Saison startet am Freitag mit dem Spiel Wolfsburg gegen Essen. Bei dieser Partie dürfen 500 Zuschauer vor Ort sein.

mst/dpa