Im vorletzten EM-Test begann Frankreich wie von Nationaltrainer Didier Deschamps angekündigt mit Kanté - und außerdem mit viel Druck gegen Luxemburg. Besonders Mbappé zeigte sich spielfreudig, tauchte mal rechts, mal links auf und war mit seinem Tempo ein ständiger Unruheherd. Die beste Chance gehörte aber Rückkehrer Griezmann, der die letzte Länderspielperiode wegen einer Knöchelverletzung verpasst hatte. Der Pfosten verhinderte das 45. Tor im 128 Länderspiel für den 33-Jährigen (12.).
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Nach dem Anfangswirbel der Equipe Tricolore, bei der Konaté und Upamecano das Innenverteidiger-Duo bildeten und Kolo Muani sowie Thuram im Sturm randurften, schaffte es Luxemburg, sich etwas zu befreien. Frankreich riss aber schnell wieder das Kommando an sich und bearbeitete den Strafraum mit den verteidigenden Gästen, bei denen St. Paulis Sinani sowie der Ex-Kölner Olesen, Mannheims Jans, Magdeburgs Dzogovic und der ehemalige Rostocker Thill auf dem Platz standen, beharrlich.
Moris rettet - Mbappé findet die Lücke
Einziges Manko für den Weltmeister von 2018: Richtig viel Gefährliches brachte die Deschamps-Elf nicht aufs Tor und wenn dann warf sich nach einem Doppelpass von Mbappé und Griezmann Keeper Moris in den Abschluss des künftigen Angreifers von Real Madrid (26.). Allzu oft prallten die Angriffe in Strafraumnähe bereits ab oder es fehlte die Genauigkeit beim letzten Pass. Erst kurz vor der Pause tat sich nach einem Tempodribbling Mbappés doch noch die entscheidende Lücke auf. Die punktgenaue Hereingabe köpfte Kolo Muani halblinks ein (43.).
Clauss trifft herrlich
Im zweiten Durchgang, in dem auch der Ex-Bielefelder Clauss (kam für Theo) mitmachen durfte, hatte Mbappé schnell zwei Möglichkeiten (47., 49.), doch dann verflachte die Partie. Fofanas Distanzschuss sorgte nicht für wirklich viel Gefahr (58.). Mit fortschreitender Spielzeit ließen die Kräfte bei Luxemburg nach, die Lücken wurden größer. Nach einer kurz ausgeführten Ecke hatte Clauss sehr viel Platz und jagte die Kugel sehenswert mit Hilfe der Unterkante der Latte ins linke obere Eck (70.).
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Kurz darauf hätte der Außenverteidiger, der auf der für ihn etwas ungewohnten linken Seite ranmusste, beinahe für Griezmann zum 3:0 serviert, doch der Abschluss strich knapp am Tor vorbei (72.). Clauss war ohnehin an sehr vielen Offensivaktionen beteiligt, der Druck der Franzosen war nun durchgehend hoch - und doch hätte Mahmutovic nach einer Ecke für Luxemburg fast verkürzt, die Latte verhinderte es (82.).
Mbappé krönt seine Leistung
Für die endgültige Entscheidung sorgte letztlich der unermüdlich ackernde Mbappé. Der Angreifer krönte seine Leistung nach zwei Vorlagen noch mit einem eigenen Treffer. Debütant und Joker Barcola klaute Mannheims Jans den Ball und bediente seinen Kapitän, der zum 3:0-Endstand einschob (85.).
Bevor Frankreich dann am 17. Juni gegen Österreich in die EM startet, steht am Sonntag (21 Uhr) in Bordeaux noch der letzte Test gegen Kanada an.



















