Europa League

Frankfurts Königsweg an die Fleischtöpfe der Königsklasse

Supercup und Champions League spülen Millionen Euro in die SGE-Kassen

Frankfurts Königsweg an die Fleischtöpfe der Königsklasse

Mit diesem Pott lässt es sich deutlich entspannter planen: Frankfurts Trainer Oliver Glasner.

Mit diesem Pott lässt es sich deutlich entspannter planen: Frankfurts Trainer Oliver Glasner. IMAGO/MIS

In der Bundesliga wurde Eintracht Frankfurt nur Tabellen-Elfter. Die Hessen landeten also weit entfernt von Europa und möglichen Zusatzeinnahmen durch eine Qualifikation für einen Wettbewerb im Europapokal - Aus in der 1. Runde des DFB-Pokals ebenfalls inklusive. Die durchschnittliche Bundesliga-Platzierung wirft zudem nicht das ganz große TV-Geld ab.

Doch so wie die Frankfurter durch die Europa League pflügten, war dies für die SGE definitiv der Königsweg an die Fleischtöpfe der Champions League. 13 Spiele in der Europa League, keine Niederlage - in der lukrativen K.-o.-Phase standen nach dem Finalsieg gegen die Rangers aus sieben Spielen fünf Siege und zwei Remis zu Buche.

Goldene Nacht von Sevilla - auch finanziell

Frankfurts Finale

Die Eintracht ist in der Nacht von Sevilla ein deutlich dickerer Fisch in der Bundesliga geworden. Allein der Triumph in der Europa League spült den Hessen 8,6 Millionen Euro in die Kassen. Die damit verbundene Teilnahme am europäischen Supercup am 10. August gegen den Champions-League-Sieger (FC Liverpool oder Real Madrid) beschert der Eintracht weitere 3,5 Millionen Euro Startprämien. Sollten sie gar gewinnen, gibt es eine Million Euro extra.

Startprämie ist das Wort, das die Frankfurter Verantwortlichen für die Planung der kommenden Spielzeit besonders entspannt machen dürfte. Denn mit dem Europa-League-Sieg kassiert die SGE als Champions-League-Starter 2022/23 fixe 15,64 Millionen Euro.

Topf 1 bei der Auslosung zur Gruppenphase der Champions League

Zudem finden sich die Frankfurter bei der Auslosung der kommenden Champions-League-Auslosung in Topf eins mit dem CL-Titelverteidiger und den Meistern der besten sechs europäischen Verbände, sortiert nach dem UEFA-Ranking. Klar, Champions League ist kein Spaziergang, aber eine "Hammergruppe", wie sie zum Beispiel RB Leipzig immer mal wieder serviert bekam, muss man nicht zwingend befürchten - eben weil man in der Gruppe nicht Teams wie Real Madrid oder Paris Saint-Germain zu befürchten hat.

Für den Champions-League-Teilnehmer Eintracht Frankfurt lesen sich die finanziellen Anreize in der Königsklasse damit wie folgt: Gruppenphase 2,6 Millionen Euro pro Sieg, 900.000 Euro pro Remis, Einzug ins Achtelfinale (9,6 Mio. Euro), Viertelfinale (10,6 Mio.), Halbfinale (12,5 Mio.), Finale (12,5 Mio.) plus 4,5 Mio. für den Sieger, Supercup (3,5 Mio.) plus eine Million Euro für den Sieger.

bst

Die Spieler und Fans von Eintracht Frankfurt feiern den Triumph.

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