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Lenz mahnt deutlich: "Wir müssen in jeder Hinsicht zulegen"

Verpatzte Premiere für Eintracht-Coach Glasner

Lenz mahnt deutlich: "Wir müssen in jeder Hinsicht zulegen"

"Wir müssen in jeder Hinsicht zulegen": Christopher Lenz.

"Wir müssen in jeder Hinsicht zulegen": Christopher Lenz. imago images/Kessler-Sportfotografie

Allerdings: Neben den noch im Urlaub befindlichen EM-Fahrern sowie Daichi Kamada und Ajdin Hrustic fehlten weitere nominelle Leistungsträger: Die angeschlagenen Sebastian Rode (Fuß), Erik Durm (Hüfte) und der geschonte Amin Younes. Speziell im zweiten Durchgang bestand das Team zum größten Teil nur noch aus Nachwuchsakteuren.

Linksverteidiger Christopher Lenz, einer der wenigen gestandenen Profis in dieser klar erkennbaren "B-Elf", wollte das aber nicht als Alibi gelten lassen: "Die Jungs können ja auch kicken, trainieren die ganze Zeit mit uns und bekommen genauso viel Input vom Trainer wie wir auch. Wir hatten uns einfach etwas anderes vorgenommen im Bereich Pressing, Nachschieben, Absicherung der Restverteidigung - und auch mit dem Ball. Vor allem haben wir in der zweiten Halbzeit viel zu einfach die Gegentore bekommen." Deutliche Mahnung des Neuzugangs von Union Berlin: "Wir sollten uns klarmachen, dass wir alle noch eine Schippe drauflegen. Wir müssen in jeder Hinsicht zulegen."

Spielersteckbrief Akman
Akman

Akman Ali

Akman bildet eine positive Ausnahme

Glasner monierte nachvollziehbar die "Konteranfälligkeit vor allem in der zweiten Halbzeit" und strich generell heraus: "Wir haben noch deutlich Luft nach oben." Ausgesprochen positive Erscheinungen waren gegen das kompakt und ansehnlich auftretende Team von Trainer Rüdiger Rehm rar gesät. Als solche durchgehen konnte der umtriebige Angreifer Ali Akman bei seiner Premiere im Eintracht-Trikot. Der 19-Jährige bewies Zug zum Tor, holte auf diese Weise im Duell mit Wehens Florian Carstens auch den Foulelfmeter zum 1:0 heraus.

"Ali ist ein sehr, sehr guter Junge", lobte Glasner, "mit sehr gutem Spielverständnis in der Offensive, sehr gutem ersten Kontakt und Abschluss. Er war sehr engagiert." Zu den Enttäuschungen zählten dagegen die Sturm-Kollegen Ragnar Ache und Goncalo Paciencia, die sich praktisch gar nicht in Szene setzen konnten. Zudem sah in Person von Timothy Chandler (31) ausgerechnet ein Abwehr-Routinier gleich bei zwei Gegentreffern alt aus. 

Eintracht Frankfurt, 1. HZ: Ramaj – da Costa, Irorere, Ndicka, Kostic – Hasebe – Zalazar, Damar – Barkok, Akman – Ache

Eintracht Frankfurt, 2. HZ.: Ramaj – Schröder, Chandler, Otto, Lenz – Hyryläinen, Maurer – Mehicevic, Joveljic, Damar – Paciencia

Tore und Karten

1:0 Barkok (33', Foulelfmeter, Rechtsschuss, Akman)

1:1 Lankford (50', Rechtsschuss)

1:2 Farouk (52', Kopfball)

1:3 Farouk (72', Linksschuss)

Eintracht Frankfurt
Frankfurt

Ramaj - da Costa , Irorere , Ndicka , Kostic - Hasebe , Zalazar , Damar, Barkok , Akman - Ache

SV Wehen Wiesbaden
Wiesbaden

Stritzel - Mockenhaupt, Carstens, Gürleyen - Fechner , E. Taffertshofer , M. Kurt, Kempe , Farouk , Wurtz - Lankford

Spielinfo

Stadion

Deutsche Bank Park

SV Wehen Wiesbaden:  Stritzel – Mockenhaupt, Carstens, Gürleyen – Fechner (66. Rieble), Taffertshofer (79. Lais), Kurt, Kempe (66. Jacobsen) – Farouk, Wurtz (66. Hille) – Lankford (79. Prokop)

Thiemo Müller