2. Bundesliga

Schalke 04: 1:2 bei St. Pauli aufgrund schwacher 1. Hälfte

Schalke beim 1:2 in Hamburg erst in der Schlussphase voll da

Fraisl: St. Pauli "hat uns in der ersten Hälfte den Schneid abgekauft"

War mit der ersten Hälfte gegen St. Pauli nicht zufrieden: Schalkes Keeper Martin Fraisl.

War mit der ersten Hälfte gegen St. Pauli nicht zufrieden: Schalkes Keeper Martin Fraisl. imago images/Nordphoto

Die Premiere für Schalkes Co-Trainer Sven Piepenbrock ist misslungen. Beim 1:2 beim FC St. Pauli war für den 39-Jährigen vor allem die Passivität in Durchgang eins daran schuld.

Verteidigung vorm ersten Gegentreffer entscheidend

"Wir hätten das erste Tor viel besser verteidigen können", gab Piepenbrock das 0:1 durch Ex-Schalker Guido Burgstaller bei "Sky" als Negativ-Beispiel an. Thomas Ouwejan hatte dabei an Einsatz im Zweikampf missen lassen. Burgstaller selbst - der von Schalkes Keeper Martin Fraisl gelobt wurde - meinte nach Abpfiff, den Ball exakt abgeschirmt zu haben, "sodass er mich entweder foult oder ich den Körper halt vor ihm habe".

Letzteres gelang bekanntermaßen, auch ansonsten fehlte es S04 an einigen Dingen vor dem Pausenpfiff. Torwart Fraisl meinte über "das erwartet schwere Spiel": "Der Gegner hat es in der ersten Halbzeit geschafft, uns den Schneid abzukaufen, den Stempel aufzudrücken." Schalke selbst hätte zu spät aktiv am Spiel teilgenommen. Ausreden wollte der Österreicher trotz der Situation nicht gelten lassen.

Co-Trainer Piepenbrock, der Schalkes Coach Dimitrios Grammozis am späten Samstagabend im Topspiel beim FC St. Pauli aufgrund eines positiven COVID-19-Befundes des Griechen vertrat, blieb am Ende nichts anderes übrig, als seinem Torhüter Fraisl zuzustimmen. Zwar hätten die spät eingewechselten Joker frischen Wind gebracht, nach dem Anschlusstreffer durch Ex-Kiez-Kicker Rodrigo Zalazar zu Beginn der Schlussphase gelang aber zu wenig Zwingendes im Angriffsspiel - wie auch sonst in der Partie.

Piepenbrocks Umstellungen in der Pause ("Im Ballbesitz die Außenverteidiger gegen den Ball vorgeschoben, um so bisschen mehr Druck zu machen") reichten am Ende nicht zum Ausgleich, auch weil Ouwejan nur aus einer Abseitsposition heraus traf. Fraisl blieb daher nur festzuhalten: "Wir haben Charakter gezeigt, das hat man in der zweiten Hälfte gesehen - aber es hat nicht gereicht."

mje

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