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Fragen und Antworten zur Vuelta: Favoriten, Strecke, TV und Co.

Start in den Niederlanden, Finale in Madrid

Fragen und Antworten zur Vuelta: Favoriten, Strecke, TV und Co.

Stehen im Mittelpunkt bei der 77. Vuelta: Alejandro Valverde, Primoz Roglic und Marco Brenner (v. l.).

Stehen im Mittelpunkt bei der 77. Vuelta: Alejandro Valverde, Primoz Roglic und Marco Brenner (v. l.).

Termine und Strecke

Die 77. Ausgabe der Vuelta findet vom 19. August bis zum 11. September statt. Gestartet wird in den Niederlanden mit einem Einzelzeitfahren in Utrecht, nach 21 Etappen wird in Madrid der Sieger gekürt. Insgesamt müssen die Fahrer 3280,5 Kilometer zurücklegen.

Die Highlights

Auch wenn gefürchtete Anstiege wie zu den Covadogna-Seen oder der brettsteile Angliru in diesem Jahr von den Organisatoren nicht berücksichtigt wurden: Auch 2022 dürften die Bergankünfte einen entscheidenden Einfluss auf den Gesamtsieg haben. Besonders die 15. Etappe am 4. September hat es in sich: Auf den 153 Kilometern von Martos hinauf zum Alto Hoya de la Mora müssen die Fahrer über 4000 Höhenmeter überwinden. Und zum Schluss wartet die Bergankunft in 2512 Metern Höhe: Ein knapp 20 Kilometer langer Anstieg, der zwar mit einer Durchschnittssteigung von 5,6 Prozent nicht besonders furchterregend klingt, aber angesichts der Länge und der Höhe den Fahrern alles abverlangen wird.

Wer sind die Favoriten?

Als Topfavorit geht Primoz Roglic an den Start. Der Slowene in Diensten von Jumbo-Visma hat die Vuelta die vergangenen drei Jahre für sich entschieden und peilt den vierten Triumph in Serie an. Allerdings konnte Roglic nach seinem Ausstieg bei der Tour erst vor wenigen Wochen wieder das Training aufnehmen. Sein härtester Herausforderer dürfte Richard Carapaz (Ineos-Grenadiers) sein. Der Ecuadorianer war bereits beim Giro Kapitän, musste den Sieg allerdings Jay Hindley überlassen. Der Australier führt Bora-hansgrohe an und zählt dank starker Unterstützung ebenfalls zu den Siegkandidaten. Das gleiche gilt für den Briten Simon Yates (Bike-Exchange), den Vuelta-Sieger von 2018. Zu rechnen ist natürlich auch mit spanischen Fahrern, Enric Mas (Movistar) will nach einer enttäuschenden Tour vor heimischem Publikum ebenso auftrumpfen wie Mikel Landa (Bahrain-Victorious).

Was ist von den deutschen Fahrern zu erwarten?

Nach dem krankheitsbedingten Aus von Emanuel Buchmann (Bora-hansgrohe) wird wohl kein deutscher Fahrer eine Rolle im Gesamtklassement spielen. Dafür hat Sprinter Pascal Ackermann (UAE Emirates) seinen Sturz bei der EM in München ohne größeren Schaden überstanden, der deutsche Meister von 2018 geht entsprechend optimistisch ins Rennen, seinen zwei Etappensiegen weitere hinzufügen zu können. Beim Team DSM steht die Jagd auf Etappensiege im Vordergrund, ein Mann dafür ist John Degenkolb, der auf welligem Terrain und bei entsprechend ansteigenden Zielankünften seine Klassikerqualitäten in die Waagschale werfen kann.

Wer steht sonst noch im Blickfeld?

Zwei Fahrer, zwischen den gleich mehrere Generationen liegen: Auf der einen Seite wird Alejandro Valverde mit der Vuelta seine ebenso glanzvolle wie schlagzeilenträchtige Karriere beenden. Mit 42 Jahren steigt der Vuelta-Sieger von 2009 endgültig vom Rad, die drei Wochen bis Madrid dürften für ihn eine einzige Triumphfahrt werden, seine Landsleute ihn frenetisch feiern. Valverde feierte 2002 sein Profidebüt - in diesem Jahr erblickte Marco Brenner in Augsburg das Licht der Welt. Nun steht der 19-Jährige, der am 27. August seinen 20. Geburtstag feiern wird, vor seinem Debüt bei der Grand Tour. Der DSM-Youngster gilt als eines der Top-Talente im Radsport - nicht nur in Deutschland. Stark am Berg wie im Kampf gegen die Uhr traut man ihm herausragende Leistungen bei Rundfahrten zu. Allerdings erst in Zukunft, in Spanien ist Brenner, um wertvolle erste Erfahrungen zu sammeln.

Wo wird die Vuelta im TV übertragen?

In Deutschland ist die Vuelta im Free-TV beim Sportsender Eurosport zu sehen, der alle Etappen live übertragen wird. Auch im Streaming können sämtliche Etappen über den Eurosport Player live verfolgt werden - dazu ist allerdings ein Abonnement nötig.

jer

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