NFL

Football paradox: Falcons-Profi Gurley wütet über sinnlosen Touchdown

Running Back aus Atlanta kann nicht mehr abstoppen

Football paradox: Falcons-Profi Gurley wütet über seinen sinnlosen Touchdown

Er soll nicht, er will am Ende auch nicht - doch da ist's schon zu spät: Running Back Todd Gurley macht einen Touchdown.

Er soll nicht, er will am Ende auch nicht - doch da ist's schon zu spät: Running Back Todd Gurley macht einen Touchdown. imago images

Regelmäßig hohe Führungen verspielt, einen Melonen-Onside-Kick kassiert und Fehler am Fließband produziert: Die ambitioniert in Richtung Play-off-Ticket ins Rennen gestarteten Atlanta Falcons leisten sich in dieser Regular Season Fauxpas nach Fauxpas - und haben zuletzt nach 0:5-Start Head Coach Dan Quinn entlassen.

Bei selbst schwachen Minnesota Vikings ist unter Interimstrainer Raheem Morris so vergangene Woche mit einem 40:23 zwar direkt der erste Sieg geglückt, doch der nächste negative Höhepunkt hat sich damit nur eine Woche verschoben.

Die gänzlich falsche Ausführung

Denn was sich die Falcons nun gegen die Detroit Lions erlaubt haben, steht auf einem frischen Blatt - und hat dem Publikum beste Komik geliefert. 64 Sekunden vor Schluss hat Atlanta hier kurz vor der gegnerischen Endzone den Ball und liegt mit 14:16 zurück. Der klare und für jeden ersichtliche Plan nun: Mit Running-Back-Läufen den Ball für ein einfaches sowie spielentscheidendes Field Goal mittig platzieren und zugleich die Uhr bis bestenfalls drei Sekunden vor Schluss ablaufen lassen, damit die Partie nach Verwandlung direkt beim Stand von 17:16 zu Ende geht. Und Detroit eben nicht mehr an den Ball kommt.

Ein simpler Plan, der sicherlich nochmals kurz vor dem ersten Spielzug in dieser Phase vom Trainer sowie von Falcons-Quarterback Matt Ryan angesprochen worden ist. Doch eben auch ein simpler Plan, an den sich Todd Gurley nicht gehalten hat: Der Running Back hat den Ball nämlich direkt nach der ersten Übergabe via Sprint durch die Lücke getragen, um kurz vor der Endzone zu realisieren, dass er dort doch gar nicht rein soll. Doch die Info ist offensichtlich zu spät angekommen, Gurley hat in diesem Moment tatsächlich nicht mehr abbrechen können und so den "fatalen Touchdown" erzielt - zur 22:16-Führung (inklusive erfolgreicher Two-Point-Conversion).

So bekamen die Lions um Spielmacher Matthew Stafford, früher nahe Atlanta an der University of Georgia im College-Football erfolgreich unterwegs, nochmals den Ball - eben mit vielen Sekunden auf der Uhr. Genug für die Offense aus "Motor City": Mit Ablauf der Zeit und zugleich mit dem einen erhofften Spielzug Richtung Touchdown findet Stafford seinen Tight End T. J. Hockenson für elf Yards. Auch der Extrapunkt glückt im Anschluss - und Detroit (jetzt 3:3) gewinnt doch noch mit 23:22 bei den leidgeplagten Falcons (1:6).

"Ich hätte nicht scoren dürfen"

"Ich bin verdammt wütend", ging "Touchdown-Übeltäter" Gurley hinterher hart mit sich selbst ins Gericht. "Ich habe versucht, es zu verhindern, konnte aber meinen Schwung nicht mehr abbremsen." Der Erstrunden-Pick des NFL-Draft 2015 (von den Rams) ergänzte: "Ich bin Manns genug, um die Verantwortung dafür zu übernehmen. Ich hätte nicht scoren dürfen."

Atlantas Quarterback "Matty Ice" nahm seinen Läufer derweil in Schutz: "Das ist eine harte Situation für jeden Spieler. Wenn man losstürmt und das Tempo aufnimmt, ist es immer schwierig. Es ist einfach nur enttäuschend, dass das Spiel so endet."

mag

Gigantische Geldspeicher: Top-Verträge in der NFL