Sport Games

Football Manager 22: Authentischer Umgang mit Ukraine-Krieg

Russische Teams werden nicht entfernt

Football Manager 2022: Ukraine-Krieg auch beim Winter-Update ein Thema

SEGA

Eigentlich fokussieren sich die finalen Winter-Updates der FM-Reihe alljährlich auf letzte Feinjustierungen zu den jüngsten Transfers im internationalen Fußball. 2022 stehen die Dinge ein wenig anders, auch die Manager-Simulation trägt der Situation in Osteuropa um den Ukraine-Krieg Rechnung.

Das grundlegende Ziel des FM sei es, "gleichzeitig authentisch zu sein und eine unterhaltsame Ausflucht für unsere Spieler zu bieten", geht aus der offiziellen Mitteilung hervor. Unter diesen Gesichtspunkten sind die Entscheidungen getroffen worden, wie der FM 22 an die Realität angepasst wird.

"VBet Liha" bleibt vollumfänglich spielbar

"Wo Teams, Ligen und Verbände gehandelt haben, haben auch wir Änderungen eingeführt, um die Realität abzubilden", schreibt FM-Chef Miles Jacobson. Einzige Ausnahme: Das ukrainische Fußball-Oberhaus "VBet Liha" ist immer noch vollumfänglich spielbar - in der Realität war diese bereits am 24. Februar unterbrochen worden.

Darüber hinaus unterscheidet der FM 22 zwischen bereits begonnenen Manager-Karrieren und neuen Laufbahnen. Ist die Karriere schon bestehend, halten sich die Änderungen in Grenzen: Russische und belarussische Klubs vereinbaren Freundschaftsspiele nur innerhalb der eigenen Nation.

Zudem werden Partien im Rahmen internationaler Wettbewerbe an neutralen Orten ausgetragen, dies gilt auch für die beiden Nationalteams. Und da besteht schon der größte Unterschied zu etwa FIFA 22: Russland und Belarus werden nicht aus dem FM 22 entfernt, sie werden lediglich großflächig eingeschränkt.

Ukrainische Spieler mit EU-Behandlung

Deutlicher werden diese Einschränkungen bei neuen Karrieren: Russische Klubs nehmen nicht an europäischen Wettbewerben teil, die Nationalmannschaft tritt wiederum nicht bei internationalen Turnieren, Qualifikationen oder Freundschaftsspielen an - im Einklang mit den real erhobenen Maßnahmen.

Mehr zum Ukraine-Krieg und eSport

Ukrainische Spieler hingegen werden wie in der Realität für drei Saisons als EU-Bürger angesehen und müssen sich um Visum und Arbeitserlaubnis erst mal keine Sorgen machen. Außerdem will der FM 22 auch die Sanktionen gegen Klubbesitzer bestmöglich widerspiegeln - bestes Beispiel hierfür ist wohl Roman Abramovich.

Gazprom dürfte bei Schalke verschwinden

Auch die realen Änderungen für Sponsoren-Deals - das Ende der Gazprom-Partnerschaft beim FC Schalke 04 wäre zu nennen - sollen dargestellt werden. Ins Detail geht der FM 22 mit Anpassungen wie der Rekalibrierung der Wahrscheinlichkeit, dass ein Spieler von oder zu einem Klub einer betroffenen Liga wechselt.

Zuletzt sollen auch die Fragen auf Pressekonferenzen thematisch in Richtung des Ukraine-Kriegs führen können, russische Klubs geben darüber hinaus das Erreichen der internationalen Wettbewerbe nicht mehr als Anspruch aus. Unter der FM 22-Motorhaube verbergen sich sicherlich noch diverse weitere Änderungen.

Zu guter Letzt wünscht sich Jacobson "von ganzem Herzen, dass die Anführer dieser Welt zu Sinnen kommen und einen Weg finden, den Krieg und das Töten unserer Mitmenschen zu beenden". Das finale Winter-Update dürfte in den kommenden Tagen für alle Plattformen und Formate zur Verfügung stehen.

Niklas Aßfalg

Football Manager 2022 - Ankündigungs-Trailer

alle Videos in der Übersicht