Qualifikation

Franco Foda lobt Österreichs Torschütze Sasa Kalajdzic (VfB Stuttgart)

Stuttgarter Stürmer trifft im ÖFB-Dress doppelt - Abwehrschwächen

Foda lobt abgezockten Kalajdzic: "Es kommt nicht von ungefähr"

Doppelpack in Glasgow: ÖFB- und VfB-Stürmer Sasa Kalajdzic.

Doppelpack in Glasgow: ÖFB- und VfB-Stürmer Sasa Kalajdzic. imago images

Mit seinen ersten beiden Länderspieltoren hat der schlaksige VfB-Stürmer am Donnerstagabend in Glasgow viele Pluspunkte gesammelt. "Er hat sich in den letzten Monaten extrem entwickelt", lobte auch Teamchef Franco Foda den 23-jährigen Kalajdzic, von dessen Qualitäten man in der Alpenrepublik schon lange weiß, jedoch hat sich etwas verändert: "Jetzt ist er vor dem Tor sehr abgezockt. Es kommt nicht von ungefähr, dass er diese Tore erzielt" so Foda, der die "gute Antizipation im Strafraum" herausstreicht. "Es wird auf jeden Fall ein Tag sein, den ich nie vergessen werde", sagte Kalajdzic selbst nach seinem dritten Länderspiel.

Allein, die beiden Führungstreffer des Zwei-Meter-Mannes in der 55. und 80. Minute reichten dem ÖFB-Team nicht zum Dreier. Und so fand Kalajdzic seine Gefühlslage auch "irgendwie komisch" - nicht gewonnen, aber trotzdem "extrem stolz", im Nationalteam "einfach so zwei Tore" gemacht zu haben. Am Sonntag in Wien sollen gegen die Färinger weitere folgen.

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Ohne Hinteregger wacklig

Das dürfte dann auch zum Sieg reichen, wenngleich Österreich (das bekanntlich eine Färöer-Vergangenheit hat), die Insel-Europäer nicht unterschätzen wird. Der Außenseiter punktete zum Auftakt gegen die Republik Moldau (1:1) und hat sicherlich von den Abwehrfehlern Wind bekommen, die dem ÖFB in Schottland ohne Eintracht-Anker Martin Hinteregger unterliefen. Torhüter Alexander Schlager gab beim ersten Gegentor keine gute Figur ab, patzte davor auch schon bei der Spieleröffnung. Foda hat mit Pavao Pervan, Newcomer Daniel Bachmann und Rückkehrer Heinz Lindner gleich drei weitere Schlussmänner in seinem Aufgebot.

Sabitzer fraglich

Dass die Schotten durch einen Fallrückzieher von John McGinn noch zum späten Ausgleich kamen, sei, so Foda, der Tatsache geschuldet gewesen, dass die Abwehr im Vorfeld nicht geschlossen herausrückte. "Es war für mich unnötig, wir haben hier zwei Punkte liegen gelassen", bilanzierte der Deutsche. Ob Foda am Sonntag auf Leipzigs Kapitän Marcel Sabitzer zurückgreifen kann, ist noch offen. Er wird am heutigen Freitag noch einmal am lädierten linken Bein untersucht.

aho/dpa