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Flicks Ode auf Thomas Müller: "So jemanden wird es nie wieder geben"

Warum er über seinen Schützling "manchmal schon fast lachen" musste

Flicks Ode auf Thomas Müller: "So jemanden wird es nie wieder geben"

Schätzen sich: Hansi Flick (li.) und Thomas Müller.

Schätzen sich: Hansi Flick (li.) und Thomas Müller. imago images

32-mal setzte Flick ihn in der vergangenen Saison alleine in der Bundesliga ein, Müller zahlte mit Leistung zurück. Elf Tore und 21 Vorlagen (kicker-Notenschnitt 2,82) sprechen für sich. "Thomas ist für mich ein Phänomen", sagt der baldige Bundestrainer im Bayern-Magazin "51" über den Rückkehrer in die Nationalmannschaft: "Er macht im Spiel nicht immer alles richtig. Aber er bringt dir als Trainer deutlich mehr Momente der Freude als solche, in denen du dich über ihn aufregst - wenn er etwa mal wieder rausgeht zur Ecke, wo er eigentlich gar nicht sein sollte, den Ball verliert, und dann entsteht daraus ein Konter."

Manchmal, so Flick, "musste ich dann schon fast lachen und hatte das Gefühl, er macht das mit Absicht, um mich ein bisschen zu ärgern und das Adrenalin wieder hochzutreiben." Generell aber bedeute Müller fürs Team und den ganzen Verein "so unendlich viel". Von einem scheint Flick überzeugt: "So jemanden wie ihn wird es nie wieder geben. Man kann seine Spielweise oft nicht greifen, aber er ist immer positiv, hat eine Energie wie ein 18-Jähriger und spornt alle Mitspieler an."

Wie es mit Müller und der Nationalmannschaft über den Sommer hinaus weitergeht, wird sich zeigen. Bei Flick allerdings dürfte der Offensivspieler nicht die schlechtesten Karten haben. "Man kann nur den Hut davor ziehen, was er in seiner Karriere geleistet hat, das ist einzigartig", beendet Flick seine Ode auf den Weltmeister von 2014.

msc

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