Bundesliga

Flicks Kritik Richtung Pavard nach Bayerns 5:2 gegen Mainz

Bayern-Trainer über seine Umstellungen gegen Mainz

Flicks Kritik Richtung Pavard

Verkorkster Start ins neue Jahr: Benjamin Pavard (r.) sah gegen Mainz immer wieder schlecht aus.

Verkorkster Start ins neue Jahr: Benjamin Pavard (r.) sah gegen Mainz immer wieder schlecht aus. Getty Images

Als er bei "Sky" gefragt wurde, ob er in der Pause "ein bisschen sauer" war, antwortete Hansi Flick mit einem Lächeln und der Gegenfrage: "Was meinen Sie denn?" Es sieht sogar ganz so aus, als sei der sonst so besonnene Bayern-Trainer an diesem Sonntagabend sogar verhältnismäßig laut geworden.

"Ich kann schon auch laut werden, kein Problem", sagte Flick. "Man lernt ja mit den Jahren dazu." Manchmal müsse man eben "ganz klar sagen, was Sache ist. In der Halbzeit war es so." Bayerns 5:2-Sieg gegen Mainz war schließlich ein 0:2-Pausenrückstand vorhergegangen, der sogar noch höher hätte ausfallen können. Doch Flick fand die richtige Antwort.

Weil es wichtig sei, "dass man nicht nur in den Wald schreit, sondern auch etwas an die Hand gibt, um es besser zu machen", zog er nach der Pause Joshua Kimmich vom Mittelfeldzentrum auf die rechte Abwehrseite, brachte dafür Leon Goretzka für Rechtsverteidiger Benjamin Pavard und auch noch Niklas Süle für den gelbverwarnten Jerome Boateng.

"Wie es gemacht wird, hat Joshua Kimmich in der zweiten Halbzeit gezeigt"

"Die Umstellungen haben uns gutgetan, sie waren letztlich genau richtig", lobte sich Flick ein bisschen selbst. Weniger gut kam bei seiner Analyse der ausgewechselte Pavard weg. Ohne ihn namentlich zu nennen, stand er im Zentrum der Trainer-Kritik.

"Wir haben über die Außen, gerade über die rechte Seite nicht allzu viele Situationen gehabt, mit denen wir zufrieden waren", bemängelte Flick in Richtung des Franzosen, der die beiden Spiele unmittelbar vor der kurzen Winterpause jeweils auf der Bank verbracht hatte. "Gerade bei den Außenverteidigern ist es wichtig, dass wir weniger Fehler machen und dass wir nach vorne Impulse setzen. Wie es gemacht wird, hat Joshua Kimmich in der zweiten Halbzeit gezeigt."

Der Nationalspieler, der eigentlich den Platz im Mittelfeld favorisiert, habe bewiesen, "wie man einen Außenverteidiger interpretiert". Während Pavard in beide Richtungen nicht viel gelungen war, traf Kimmich zum 1:2 und bereitete das 2:2 vor. Grundsätzlich sei es eben "wichtig, dass wir auch mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehen", so Flick. "Die Art und Weise, wie wir in der ersten Halbzeit die Zweikämpfe angenommen haben, war nicht das, was man sich von einer Spitzenmannschaft vorstellt."

jpe

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