DFB-Pokal

Hansi Flick nach Bayern-Pokal-Aus in Kiel: "Natürlich ein Schock"

Bayern-Trainer über Roca und sein Wegschauen bei den Elfmetern

Flick: "Natürlich ist es ein Schock"

DFB-Pokal-Aus wegen "Kleinigkeiten": Hansi Flick am Mittwoch in Kiel.

DFB-Pokal-Aus wegen "Kleinigkeiten": Hansi Flick am Mittwoch in Kiel. Getty Images

Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit hatte Hansi Flick noch einmal Zeit von der Uhr genommen und sicherheitshalber defensiv gewechselt: Marc Roca kam für Serge Gnabry.

Doch statt die 2:1-Führung im DFB-Pokal-Zweitrundenspiel bei Holstein Kiel ins Ziel zu retten, stand es drei Minuten später 2:2; und weil jener Roca weitere rund 50 Minuten danach als einziger Schütze im Elfmeterschießen vergab, geht der DFB-Pokal plötzlich ohne den FC Bayern im Achtelfinale weiter.

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Wieder gehen Dinge schief, "die wir klar angesprochen haben"

"Klar" habe er Roca getröstet, sagte Flick bei "Sky" über den in München bislang nicht so recht angekommenen Spanier. Aber "überhaupt keinen Vorwurf an ihn", so der Bayern-Coach. "Wir alle wissen, dass das beim Elfmeter vorkommen kann."

Für das Aus machte er "Kleinigkeiten" verantwortlich, zum Beispiel beim 1:1 einmal mehr die verlorene Fähigkeit, bei einem langen Ball das Zentrum abzudichten und die Tiefe zu sichern - "Dinge, die wir klar angesprochen haben, die wir leider schon öfter gesehen haben". Vor dem 2:2 habe dann die Strafraumbesetzung nicht gestimmt.

Flick: "Bin einer, der Elfmeterschießen grundsätzlich nie anschaut"

"Bei der Einstellung", unterstrich Flick jedoch, "kann man der Mannschaft nichts vorwerfen." Und "wir haben gezeigt, dass wir 120 Minuten Tempo gehen können", die vielen Spiele seien also keine Ausrede.

Das Ziel Triple-Verteidigung "können wir uns jetzt abschminken", sagte Flick, der bei der Entscheidung vom Punkt weggesehen hatte ("Bin einer, der Elfmeterschießen grundsätzlich nie anschaut"), und fügte in der ARD hinzu: "Natürlich ist es ein Schock. Ich hätte es jetzt auch nicht unbedingt gebraucht." Nun müsse man schauen, "dass wir wieder in die Spur kommen". Er weiß: "Wir haben viel zu tun."

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jpe