Bundesliga

Flick: "Ich habe damit gerechnet, dass unser Einbruch früher kommt"

Goretzka und Coman fit für Freiburg

Flick: "Ich habe damit gerechnet, dass unser Einbruch früher kommt"

"Aktuell stotterte es": Bayern-Trainer Hansi Flick.

"Aktuell stotterte es": Bayern-Trainer Hansi Flick. picture-alliance

Auch zwei Tage danach wirkt die Niederlage in Kiel nach, die Fragen in der Pressekonferenz am Freitagmittag drehen sich um die Abwehrschwäche, Elfmeter-Pechvogel Marco Roca und den jüngst zu beobachtenden Formverfall des Teams. Ein entspannt wirkender Hansi Flick holt bei seiner Erklärung geduldig aus: "Die Form in der ersten Jahreshälfte 2020 bis zu unserem Triple war auch für den FC Bayern keine Normalität. Ich habe damit gerechnet, dass unser Einbruch früher kommt, aber die Mannschaft hat sich mit einer wahnsinnigen Mentalität ins Jahresende gerettet." Beispielhaft nennt der Trainer den kurz vor Weihnachten in den Schlusssekunden erzwungenen Sieg bei Bayer Leverkusen.

In Kiel meinten es die Schlusssekunden der regulären Spielzeit nicht so gut mit dem FC Bayern, das Unheil nahm mit dem 2:2-Ausgleich seinen Lauf. "Aktuell stottert es, das mussten wir in Kiel brutal erfahren", sagt Flick und ergänzt, mit Blick auf dieses Tor und das 1:1: "Wir machen es den Gegnern aktuell zu einfach."

Nichtsdestotrotz sei der FC Bayern eine Spitzenmannschaft, "und die zeichnet es aus, dass sie schnell wieder in die Spur finden, wenn es nicht so läuft. Damit müssen wir schleunigst anfangen". Ein zweites Mal bezieht sich Flick auf "das intensive Jahr 2020". Und alle, die im Spitzensport dabei seien, wüssten: "Es gibt solche Phasen."

Flick: Zu wenig Kommunikation auf dem Platz

Auf öffentliche Einzelkritik an Spielern lässt sich Flick nicht ein, vielmehr betont er: "Ich stehe voll hinter dieser Mannschaft." Seine Argumente: Die Mentalität, die Einstellung im Training, der stete Wille, sich verbessern zu wollen. Aufgefallen sei ihm jedoch, das bestätigt er auf Nachfrage, dass das Team während der Spiele ruhiger sei als noch in der ersten, so erfolgreichen Jahreshälfte. "Ich habe im Moment den Eindruck, dass nicht so viel geredet wird."

Ich stehe voll hinter dieser Mannschaft.

Hansi Flick

Immerhin, es gibt auch gute Nachrichten: Die in Kiel angeschlagen fehlenden Leon Goretzka, Kingsley Coman und Eric Maxim Choupo-Moting trainierten am Freitag mit und stehen laut Flick gegen Freiburg zur Verfügung. Zudem ist der formstarke SC (fünf Siege am Stück) nicht gerade ein Angstgegner des Rekordmeisters, der daheim noch nie gegen die Breisgauer verloren hat. Flick sagt: "Es wird ein intensives Spiel, dafür ist Freiburg bekannt, sie sind aktuell die formstärkste Mannschaft der Liga."

Lewandowski: Alleiniger Torrekord nach der Hinrunde?

2020 kassierten die Münchner keine einzige Heimniederlage, auf die bislang letzte gegen Leverkusen (1:2, November 2019) folgten 14 Siege und drei Remis. Damit tatsächlich der Umkehrschwung gelingt, sind natürlich auch die Dienste von Torjäger Robert Lewandowski gefragt. Lediglich der große Gerd Müller kam 1968/69 wie er nach 15 Spieltagen schon auf 20 Treffer. Gegen Freiburg und drei Tage später in Augsburg bleiben dem Polen zwei Partien Zeit, einen neuen Hinrundenrekord aufzustellen.

Frank Linkesch

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