Bundesliga

Bayern bangen um Hernandez - "Für Marc Roca war heute kein Platz"

Hernandez nach Prellung fraglich

Flick: "Für Marc war heute kein Platz"

Ungewohntes Gefühl: Hansi Flick erlebte gegen Bremen erst das zweite Remis als Bayern-Cheftrainer.

Ungewohntes Gefühl: Hansi Flick erlebte gegen Bremen erst das zweite Remis als Bayern-Cheftrainer. imago images

So typisch das 1:1 für Werder Bremen war, so ungewöhnlich war es für Hansi Flick: Im 50. Pflichtspiel als Bayern-Trainer erlebte er erst das zweite Unentschieden neben 45 Siegen und drei Niederlagen. Sein Fazit fiel gemischt aus.

Einerseits zeigte er sich "imponiert" von der "Mentalität" seiner Elf, die den Pausenrückstand egalisierte. Andererseits kritisierte er die Verteidigungsarbeit vor jenem 0:1 und die vor allem vor der Pause fehlende Durchschlagskraft - obwohl er die Bremer "genauso analysiert" hatte, "wie sie gespielt haben": in einem 5-4-1 und "sehr, sehr kompakt in der Defensive".

Hernandez für Salzburg fraglich

Einen Grund für die Probleme seiner Mannschaft sah Flick weder in den vier Startelfwechseln ("Auch die, die angefangen haben, haben die Qualität, Bremen zu schlagen") noch in der Tatsache, dass er schon in der 19. Minute zum personellen Umbau gezwungen war. "Jeder Spieler weiß normalerweise, was er zu tun hat. Ich glaube nicht, dass es daran lag, dass wir umstellen mussten", sagte der Trainer.

Lucas Hernandez, der nach einem Kopfballduell "mit dem Becken mit voller Wucht auf dem Boden gelandet" war und Probleme hatte, "aufzutreten" (Flick), ist nach Klubangaben zumindest für das Champions-League-Heimspiel gegen RB Salzburg am Mittwoch (21 Uhr, LIVE! bei kicker) fraglich. Er hat sich nach Untersuchungen am Sonntag eine Prellung zugezogen.

Flick hebt Joker Goretzka hervor

Links hinten und auf der Sechs werde es jetzt "ein bisschen eng", so Flick, "wir müssen die Positionen kreativ besetzen". So wie gegen Bremen, als Innenverteidiger David Alaba auf Hernandez', Sechser Javi Martinez auf Alabas und der eingewechselte Leon Goretzka auf Javi Martinez' Posten gewechselt war. Den frühen Joker, der auch Kingsley Comans Ausgleichstor vorbereitete, hob Flick als "immer präsent" hervor.

Kein Platz war dagegen einmal mehr für Neuzugang Marc Roca, obwohl Flick den defensiven Mittelfeldspieler am Vortag noch explizit gelobt hatte. "Wenn ich mich positiv über einen Spieler äußere, heißt das ja nicht gleich, dass er eine Stammplatzgarantie hat", lächelte Flick nach dem Bremen-Spiel und erklärte dann seine Überlegungen.

"Das war heute für Javi die optimale Position"

"Javi hat da schon öfter gespielt, ist schon länger im Verein und weiß, was auf dieser Position erwartet wird, wie er sich da verhalten muss." Gerade weil es diesmal im System nur einen Sechser gab, "war das heute für Javi die optimale Position".

Und dann habe auch der Spielverlauf gegen die unbeugsamen Bremer und Hernandez' Verletzung Rocas zweite Bundesliga-Einwechslung verhindert. "Von daher war heute für Marc kein Platz", schloss Flick. Bislang kam der Spanier lediglich beim 2:1 in Köln in der Schlussminute zum Zug.

jpe

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