Nationalelf

Hansi Flick über Corona-Fall: "War fast vorauszusehen"

Bundestrainer über den Corona-Wirbel

Flick: "Dass es bei uns passiert, war fast vorauszusehen"

Weil Niklas Süle am Montagabend positiv auf Corona getestet wurde, hat Hansi Flick mit Personalsorgen zu kämpfen.

Weil Niklas Süle am Montagabend positiv auf Corona getestet wurde, hat Hansi Flick mit Personalsorgen zu kämpfen. imago images/regios24

Gerne beantwortete er sie nicht, aber an den Corona-Fragen kam Hansi Flick am Mittwoch nicht vorbei. Nach dem Wochenstart mit dem Corona-Fall Niklas Süle und deshalb "viel Hektik" (Flick) konnte sich der Bundestrainer auf der Pressekonferenz nicht nur aufs Sportliche konzentrieren.

"Wir haben uns im Vorfeld Gedanken und mit allen einen PCR-Test gemacht", hob Flick zunächst hervor - nur durch diese freiwillige Maßnahme kam Süles Infektion überhaupt ans Licht. "Dass es bei uns bei der Nationalmannschaft passiert, war ja fast vorauszusehen." Auch Thomas Müller sah in dem positiven Test "in der aktuellen Phase nichts ganz Ungewöhnliches".

Flick kündigt Gespräche mit Quarantäne-Quartett an

Dass neben Süle vier Spieler als Kontaktpersonen abreisen und sich in Quarantäne begeben mussten, mutmaßlich weil sie nicht geimpft sind, sorgte dabei für Personalsorgen und neue Debatten. Die Frage, ob er in Zukunft nur noch geimpfte Spieler einlade, beantwortete Flick am Mittwoch ausweichend. "Das lasse ich erstmal alles auf mich zukommen und mache mir nach dem Lehrgang Gedanken."

Aber: "Wir haben keine Impfpflicht. Ich glaube einfach, man darf die Leute, die sich nicht impfen lassen, weil sie Sorge haben, nicht verurteilen. Trotzdem ist für mich der einzige Weg aus der Pandemie, dass man sich impfen lässt, gerade im Profifußball. Das ist meine Überzeugung. Jeder hat die Verantwortung für sich", aber ebenso "das Recht, das zu verweigern".

Gleichzeitig hoffe er, "dass es solche Themen, dass wir fünf Spieler aufgrund von Corona nach Hause schicken müssen, nicht mehr gibt, das würde ich mir als Trainer wünschen". Mit den vier Betroffenen - Serge Gnabry, Joshua Kimmich, Jamal Musiala und Karim Adeyemi - habe er nur "kurz" sprechen können. "Das werden wir natürlich in den nächsten Wochen nachholen."

Müller durfte neben drei anderen Spielern aus der "Süle-Reisegruppe" im DFB-Quartier bleiben. "Wir sind damit umgegangen, wie es in den Regeln steht", sagte der Bayern-Profi zu den Geschehnissen am Montagabend. "Dementsprechend mussten die Spieler, die abgereist sind, abreisen. Das ist der aktuelle Status quo."

jpe