Bundesliga

Flick contra Salihamidzic - die Hintergründe zum Bayern-Konflikt

Wie beide beim FC Bayern immer wieder aneinandergerieten

Flick contra Salihamidzic - die Hintergründe

Der Konflikt schwelt weiter: Hansi Flick und Hansan Salihamidzic (re.).

Der Konflikt schwelt weiter: Hansi Flick und Hansan Salihamidzic (re.). imago images (Montage)

Der Dauerkonflikt zwischen dem Trainer und dem Sportvorstand hält den FC Bayern weiter in Atem. Am Sonntag bemühte sich Herbert Hainer um eine öffentliche Befriedung, doch der Bayern-Präsident weiß genau: Hansi Flick und Hasan Salihamidzic - beide vertraglich bis 2023 gebunden - passen nicht zusammen.

Die Irritationen setzten schon frühzeitig ein. Im Januar 2020 forderte Flick im Trainingslager in Katar zwei neue Spieler, vor allem einen Rechtsverteidiger. Während er den - teuren - Brasilianer Dodo aus Donezk oder Benjamin Henrichs (damals Monaco, heute Leipzig) bevorzugte, kam als Kompromiss Alvaro Odriozola auf Leihbasis von Real Madrid und spielte dann nur fünfmal.

Am Ende der Sommertransferphase wurde es explosiv

Gar höchst explosiv gestalteten sich die letzten Tage der sommerlichen Transferzeit, die am 5. Oktober 2020 endete. Flick, so verlautet aus dem Verein, verlangte eine Verbreiterung des Kaders, konkret vier neue Spieler, die er in Last-Minute-Aktionen bekam. Aber statt des angeblich in Aussicht gestellten Callum Hudson-Odoi (Chelsea) stand plötzlich der 2018 zu Recht aussortierte Douglas Costa auf der FCB-Matte.

Bei Sergino Dest, vorher Ajax Amsterdam, griff der FC Barcelona entschlossener zu (für happige 21 Millionen Euro), dafür wurde der unbekannte Bouna Sarr aus Marseille geholt (10 Millionen). Er ist bislang genauso wenig eine Verstärkung wie Marc Roca (vorher Espanyol Barcelona/neun Millionen). Salihamidzic sähe diese Neuzugänge gerne häufiger in der Bayern-Elf, vor allem Lucas Hernandez, den 80 Millionen Euro teuren Rekordeinkauf.

Flick möchte insgesamt eher fertige Profis, die sofort helfen, und hätte auch Jerome Boateng gerne als Back-up behalten. Dass er keinen neuen Vertrag erhält, erfuhr der Innenverteidiger von Salihamidzic am Tag des Champions-League-Viertelfinalhinspiels gegen Paris St. Germain (2:3).

Karlheinz Wild/jpe

Wie die Personalien Thiago und David Alaba zum Konflikt beitrugen und wie Flick und Salihamidzic am 22. Spieltag im Mannschaftsbus aneinandergerieten: Mehr Hintergründe zum Konflikt sowie die Kolumne von kicker-Chefreporter Karlheinz Wild lesen Sie im aktuellen kicker vom Montag - hier auch als e-Magazine.

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