Bundesliga

Flecker sichert Unions Unentschieden

3:3 beim Baltic Sea Cup gegen Nordsjaelland

Flecker sichert Unions Unentschieden

Möchte sich an den Bundesliga-Kader herankämpfen: Unions Florian Flecker.

Möchte sich an den Bundesliga-Kader herankämpfen: Unions Florian Flecker. iamgo images

Während die Bundesligamannschaft der Köpenicker am Dienstag einen trainingsfreien Tag genoss, trennte sich Union am frühen Nachmittag von Nordsjaelland mit 3:3. Die Treffer für die Berliner erzielten A-Jugend-Stürmer Fisnik Asllani (7. und 25.) sowie Florian Flecker, der bei einem Konter in der Nachspielzeit zum 3:3 ausglich (90.+1).

Der Österreicher gehörte neben Torwart Moritz Nicolas, Rechtsverteidiger Julian Ryerson, dem zur Halbzeit aufgrund einer Oberschenkelblessur ausgewechselten Innenverteidiger Lennard Maloney sowie den Mittelfeldspielern Julius Kade und Maurice Opfermann Arcones zu den sechs eingesetzten Kräften aus dem Profikader. "Ich wollte nicht verlieren. Dass das Tor das Unentschieden rettet, war wichtig", sagte Flecker.

"Eine Leihe ist für mich gar keine Option"

Der 23-Jährige war im Sommer vom österreichischen Erstligisten Hartberg nach Köpenick gekommen und hatte in den ersten beiden Pflichtspielen der Saison im Pokal in Halberstadt (6:0) und am Sonntag in der Liga gegen Leipzig (0:4) nicht im Aufgebot gestanden. Für den schnellen Flügelspieler kam der Aufstieg der Eisernen in die Bundesliga eigentlich zu früh, in der 2. Liga hätte er wohl bessere Chancen auf Spielpraxis gehabt als nun im Oberhaus. Dennoch bereue er den Wechsel nach Berlin nicht.

"Ich sehe mich nicht in der Rolle als 'Opfer'", antwortete Flecker auf die Frage, ob er ein "Opfer" des Aufstiegs sei. "Natürlich ist es ein größerer Schritt, in der 1. statt in der 2. Liga zu spielen. Aber aus sportlicher Sicht kann man einfach nur besser werden. Je besser das Niveau ist, desto mehr muss man sich anpassen und desto stärker wird man als Fußballer", ergänzte er und betonte: "Eine Leihe ist für mich gar keine Option. Ich möchte mich hier durchsetzen."

Spielpraxis über den Baltic Sea Cup

Da Union keine zweite Mannschaft unterhält, sollen Akteure wie Flecker über den Baltic Sea Cup die Möglichkeit erhalten, Spielpraxis zu sammeln. Zwischen August und November stehen in dem Wettbewerb, an dem Union bereits im Vorjahr teilgenommen hatte, für die Berliner insgesamt vier Begegnungen an. Nach dem Unentschieden gegen Nordsjaelland geht es am 18. September beim schwedischen Vertreter Halmstads BK weiter. Zudem trifft Union noch auf Bröndby IF und Aalborg BK.

Normalerweise wird das Team des Bundesliga-Neulings in diesen Partien von Sebastian Bönig betreut. Der Co-Trainer aus dem Stab von Chefcoach Urs Fischer weilt aber derzeit in Hennef, wo er die Ausbildung zum Fußballlehrer absolviert. Deshalb stand am Dienstag André Hofschneider an der Seitenlinie. Der langjährige Assistent von Uwe Neuhaus und ehemalige Chefcoach der Eisernen ist derzeit als Cheftrainer im Nachwuchsleistungszentrum des Klubs tätig.

Union - Nordsjaelland 3:3 (2:1)
Union: Nicolas - Ryerson, Maloney (46. Dasgin), Rankic, Labroussis (61. Reinhardt) - Flecker, Opfermann Arcones (86. Veith), Liebelt (61. Haase), Maciejewski (76. Somnitz) - Asllani (76. Travassos), Kade
Tore: Asllani (7., 25.), Flecker (90.+1) - Antman (17.), Sadiq (53.), Rimmen (65.)
Zuschauer: 200

Jan Reinold

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