Bundesliga

Flammender Appell von Eintracht-Präsident Fischer

DFB-Auftaktveranstaltung zum Holocaust-Gedenktag

Flammender Appell von Eintracht-Präsident Fischer

Auch rund um den Erinnerungstag im deutschen Fußball im Jahr 2022 wurde in den Stadien der Bundesliga und 2. Bundesliga die Botschaft "!Nie Wieder" verbreitet - wie hier in der Allianz Arena.

Auch rund um den Erinnerungstag im deutschen Fußball im Jahr 2022 wurde in den Stadien der Bundesliga und 2. Bundesliga die Botschaft "!Nie Wieder" verbreitet - wie hier in der Allianz Arena. DFL/Getty Images/Sebastian Widmann

"Ein Ende des Erinnerns darf es nicht geben", sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf in seiner Eröffnungsrede der Veranstaltungsreihe, die zum 19. Mal zusammen mit der Initiative "!Nie Wieder" ausgerichtet wird. Unter den 120 Gästen aus Politik, Kultur und Sport befanden sich neben den Zeitzeugen Eva Szepesi und Helmut Sonneberg auch DFB-Vizepräsidentin Celia Sasic, Eintracht Braunschweigs Präsidentin Nicole Kumpis und ihr Frankfurter Pendant Peter Fischer. In der emotionalsten Rede des Abends forderte er, sich vehement gegen Hass-Botschaften aus dem rechten Lager zur Wehr zu setzen: "Wir sind mehr und wir sind stärker. Wehrt Euch. Werdet lauter!"

Im Fokus des Erinnerungstags 2023 steht das Thema Frauen im Widerstand.

Rund um den Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 wartet der Fußball mit zahlreichen Veranstaltungen auf. Die DFL und die Klubs der Bundesliga und 2. Liga unterstützen die Aktion. Rund um den 18. und 19. Spieltag sind Ende Januar und Anfang Februar Aktionen geplant, zum Beispiel in den Stadien, aber auch digital.

Auftakt zum Erinnerungstag im deutschen Fußball

Auftakt zum Erinnerungstag im deutschen Fußball. Yuliia Perekopaiko/DFB

Die Idee eines Erinnerungstages hatte Eberhard Schulz 2002 aus Italien aufgegriffen. Der "!Nie Wieder"-Mitbegründer versammelte Mitstreiter aus den Fußball-Verbänden, aus der Makkabi- sowie der Sinti-und-Roma-Familie, aus den Fanprojekten und Ultra-Gruppierungen. Seit 2004 mahnt die Initiative "Nie wieder Krieg! Nie wieder Auschwitz!"

Wie die Erinnerung konkret aussehen kann, zeigt exemplarisch Fischers Klub Eintracht Frankfurt am kommenden Wochenende. Auf Initiative der Fanbetreuung und des Eintracht Museums reisen 40 Personen nach München, wo sie am Samstag das Spiel beim FC Bayern verfolgen. Am Sonntag findet eine Führung durch die KZ-Gedenkstätte Dachau statt.

Michael Ebert