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Schnelle Lösungsfindung auf engem Raum: Reswitch-Leibchen für die Anforderungen des modernen Fußballs.

Schnelle Lösungsfindung auf engem Raum: Reswitch-Leibchen für die Anforderungen des modernen Fußballs. Luca Herrmann

Ein Befreiungsschlag? Klingt nicht sehr modern. Viele Trainer drücken trotzdem mal ein Auge zu, wenn der Ball pragmatisch im Oberrang landet. Doch generell ist es der Anspruch jedes Coaches, der Wert auf gepflegten Fußball und eine Top-Ausbildung legt, dass sein Team sich in der Regel spielerisch aus Drucksituationen befreit und die Kugel nicht wegklopft. Hoch und weit? Bringt Sicherheit. Aber auf Dauer keine guten Fußballer.

Pressing jedoch erzeugt Nöte. Erst unlängst resultierten in der Bundesliga an einem Spieltag drei Tore aus Ballverlusten der aufbauenden Mannschaft nah dem eigenen Strafraum. Das Gegengift: Handlungsschnelligkeit, wenn Zeit und Raum für eine Entscheidung schwinden. Ein Hauptbestandteil dieser Mixtur: Vororientierung, das Scannen des Spielfelds, sich stets schnell auf neue Situationen einstellen und einlassen. Antworten zu wissen, bevor die Frage gestellt, der Ball am Fuß ist. Profis wie Leverkusens Florian Wirtz checken im Schnitt sechsmal ihre Umgebung - und zwar in den zehn Sekunden, bevor sie den Pass empfangen.

Dazu braucht man großes Talent, aber auch viel Fleiß. Verschiedene Spiel- und Übungsformen sorgen für Verbesserungen, seit einigen Jahren aber auch darauf abgestimmte Trainingsutensilien, die genau diese Handlungsschnelligkeit fordern und fördern: Leibchen, Tormarkierungen und Hütchen der Firma Matchconcept. Deren Produkt: Reswitch. Der Name ist Programm. "Switch", schalten, weil im Kopf die neue Situation fix erfasst, und dann mit (und gegen den) Ball sofort umgeschaltet werden muss.

Bei gewöhnlichen Leibchen sind allein die Farben entscheidend, ihre Anzahl richtet sich nach der Intention der Aufgabe. Als Reswitch entwickelt wurde, hievte Erfinder Tammo Neubauer das Ganze auf eine andere Ebene: Er versah rote und weiße Leibchen mit Zahlen (1 und 2), Buchstaben (A und B) und Symbolen (Kreis und Raute).

Warum das? Nachdem das Trainingsspiel "Rot gegen Weiß" begonnen hat, folgt nach einigen Minuten zum Beispiel der Ruf "switch Buchstabe". Und schon ergeben sich binnen Sekunden neue Teams: Gerade noch war der Spieler in Weiß der Rivale des Akteurs in Rot, plötzlich ist er für ihn eine Anspielstation, weil er, wie der "Rote", auch ein A auf dem Leibchen trägt. Doch folgt dann - die Abstände richten sich danach, wie gut ein Team schon damit umgehen kann - die Anweisung "switch Symbol", können die beiden auch wieder zu Gegnern werden, wenn die Zahl und der Buchstabe des einen Spielers mit einem Kreis, der des anderen jedoch mit einer Raute umrandet ist.

Reswitch meets kicker

Gehen künftig Hand in Hand: Reswitch und kicker. Reswitch

Um das zu erkennen, und darum geht es, muss man nicht nur wissen, welche Elemente das eigene Leibchen zeigt, sondern ständig die Umgebung scannen. Denn der potenzielle Zielspieler kann plötzlich der Pressingauslöser des Gegners sein.

Ohne Tore würde dem Ganzen natürlich die Würze fehlen. Also gibt es die Reswitch-Tormarkierungen, die signalisieren, in welche Richtung man überhaupt spielen und laufen muss. Als da wären: die weiße mit dem B, der Raute und der 1, sowie die rote mit dem A, dem Kreis und der 2. Zu Beginn sollte man es so spielen, dass immer das Element jenes Tores anvisiert wird, das auf dem eigenen Leibchen abgebildet ist: Wird gerade "Zahl" angesagt, spielen alle mit einer 1 auf die entsprechende Markierung, sind danach alle "Kreise" ein Team, geht’s für dieses auf die Tormarkierung mit den Kreisen. Fortgeschrittene visieren das Gegenteil an. Das Wichtigste: Diese Art des Fußballs erzielt einen Lerneffekt und garantiert Abwechslung - und stets das Wichtigste: Spaß. Garniert wird es noch mit Hütchen für weitere Trainings- und Spielformen, doch dazu mehr in den kommenden Wochen.

Neubauer: "Mit Reswitch-Leibchen haben wir allen ein tolles Tool an die Hand gegeben, um die Wahrnehmungs- und Entscheidungskomponenten zu trainieren." Diverse Verbände, auch der DFB, gehören bereits zu den Kunden, ebenso Profiklubs, die vor allem im Jugend- und Frauenbereich die Leibchen einsetzen.

Thorsten Fink, der bei Vissel Kobe das Vergnügen hatte, einen Weltstar zu coachen, meint: "Ich baue Reswitch immer gerne ins Training ein. Man sieht sofort, wer schnell umschalten und Situationen schnell erfassen kann. Andres Iniesta war das beste Beispiel." Nicht jeder verwandelt sich dadurch gleich in einen Iniesta. Aber wer seine Handlungsschnelligkeit verbessert, zieht durch die geförderte Spielkultur Vorteile auf dem Weg, ein fertiger, kompletter Spieler zu werden.

ZUR KOOPERATION

Der kicker hat mit Reswitch, dem Erfinder dieses kognitiven Trainingstools, eine Kooperation gestartet: Die Leibchen sind mit dem Schriftzug kicker gebranded. Der kicker möchte gemeinsam mit Reswitch Trainingstipps und -inhalte vermitteln und wird auf verschiedenen Kanälen das Thema "Reswitch" vertiefen, dabei auch die "Übung des Monats" im Amateur-Ressort der kicker-App sowie auf kicker.de vorstellen. Mehr zu den verschiedenen Trainingssets und Bestellinformationen finden Sie auf reswitch.de (das Individualtrainerset gibt’s dort ab 69,15 Euro).

Thomas Böker