Bundesliga

Fischer: "Wir haben noch was offen gegen Leverkusen"

Im vierten Duell mit Bayer soll es besser laufen

Fischer: "Wir haben noch was offen gegen Leverkusen"

Union-Chefcoach Urs Fischer will der ersten Dreier gegen Bayer Leverkusen.

Union-Chefcoach Urs Fischer will der ersten Dreier gegen Bayer Leverkusen. imago images

Positive Bilanz am Freitagabend

Freitagabend, Flutlichtatmosphäre - bei der Aussicht geriet Fischer fast ins Schwärmen. "Als aktiver Spieler habe ich Abendspiele geliebt", erzählte der Coach der Eisernen vor dem Duell mit Leverkusen (Freitag, 20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) in der Alten Försterei. Was dem Schweizer zudem gefallen hat: zwei der drei Freitagabend-Vorstellungen der bisherigen Saison waren von Erfolg gekrönt (4:0 gegen Mainz, 2:1 gegen Borussia Dortmund); nur im Derby bei Stadtrivale Hertha BSC setzte es für Union eine Niederlage (1:3).

Nun also Leverkusen, der Tabellendritte, mit dem der Fünfte Union nicht nur tabellarisch, sondern auch in einigen Statistiken fast gleichauf liegt. So erzielte die Werkself schon sechs Tore nach Ecken - Ligahöchstwert; dahinter folgen Union und Dortmund (je vier). Union lief bisher (wie Arminia Bielefeld) 119,7 Kilometer pro Spiel - Ligabestwert; dahinter folgt Leverkusen (119,2 km/Spiel). Und: Die Köpenicker erzielten bereits acht Treffer in der Anfangsviertelstunde - Ligahöchstwert. Es folgt auf Platz 2: Leverkusen (sieben Treffer).

Fischer sieht einen Lernprozess

Vieles spricht also dafür, dass Union im 50. Bundesligaspiel der Vereinsgeschichte (bislang 18 Siege und 12 Remis bei 19 Niederlagen) dem Favorit Paroli bieten kann. Nach den Niederlagen gegen Leverkusen in der vergangenen Saison in der Liga (0:2 und 2:3) und im Pokal-Viertelefinale (1:3), in dem Christopher Lenz in der 71. Spielminute mit Gelb-Rot vom Platz geflogen war, sieht Fischer bei seiner Mannschaft einen Lernprozess.

"Wir haben eine gewisse Entwicklung in den Spielen gegen Leverkusen gemacht", sagte der 54-Jährige und erklärte: "Im ersten Auswärtsspiel in Leverkusen hatten wir keine Chance. Das war wirklich ein eindeutiges Resultat. Auch vom Spielverlauf her hatten wir keine Möglichkeit, um was mitzunehmen. Zu Hause war es ein offenes Spiel. Da haben sie kurz vor Schluss das 3:2 erzielen können. Da wäre es möglich gewesen, was mitzunehmen." Und im Pokalduell am Rhein schließlich habe der Platzverweis "mitgespielt. Wir führten 1:0, hatten das Spiel unter Kontrolle, haben nicht viel zugelassen. Es ist immer schwierig zu sagen, ob es gereicht hätte oder nicht", sagte Fischer, der ergänzte: "Wir haben noch was offen gegen sie, dass wir es im vierten Versuch zustande bringen, mal einen Punkt, nach Möglichkeit auch drei Punkte, mitzunehmen."

Bei Schlotterbeck "sieht es sehr gut aus"

Personell kann Fischer wieder auf Mittelfeldspieler Grischa Prömel (nach Gelbsperre) sowie auch auf Innenverteidiger Nico Schlotterbeck (nach Oberschenkelblessur) zurückgreifen. "Bei Nico sieht es sehr gut aus. Er ist sicherlich eine Alternative für den Kader", so Fischer. Christian Gentner hingegen könnte vielleicht weiter pausieren (müssen). "Er ist auf dem Weg zurück, er konnte die letzten Einheiten mit der Mannschaft bestreiten. Da bin ich aber noch ein bisschen vorsichtig, ob das schon ausreichend für den Kader am Freitagabend ist", sagte Unions Trainer.

Jan Reinold

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